Einfach Lecker Essen http://www.einfach-lecker-essen.com Leckeres Essen, einfache Rezepte & Geschichten aus der Küche. posterous.com Tue, 31 Jan 2012 07:11:00 -0800 Fundstück: Street Food Revolution http://www.einfach-lecker-essen.com/fundstuck-street-food-revolution http://www.einfach-lecker-essen.com/fundstuck-street-food-revolution

Bei Twitter entdeckt, bei "The Food People" im Original gepostet: Eine sehr schicke Infografik zu der Evolution von Streetfood.

Street_food_revolution
In Berlin kenne ich nicht viele Streetfood-Anbieter, würde aber gern ein paar originelle ausprobieren. Einen habe ich probiert: Tacos Berlin und für sehr lecker befunden. Der Tipp kam letztes Jahr von Cyrus Farivar, der mir nach seinem Vortrag auf der Republica davon erzählte.

Kennt Ihr weitere Foodtrucks in Berlin oder anderen Städten in Deustchland?

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Fri, 27 Jan 2012 09:26:11 -0800 Das RollinRestaurant war zu Gast im Naked Lunch http://www.einfach-lecker-essen.com/das-rollinrestaurant-war-zu-gast-im-naked-lun http://www.einfach-lecker-essen.com/das-rollinrestaurant-war-zu-gast-im-naked-lun

Vergangenen Samstag haben wir unser kleines Restaurant zum ersten mal in diesem Jahr wieder für 40 Menschen geöffnet. Danke an Torsten für das Vertrauen uns seine Küche und sein Restaurant für einen Tag zu überlassen. Alle Rezepte & die Fotos der Teller die wir serviert haben findet Ihr auf der Webseite des RollinRestaurant. Ein paar der Gäste findet ihr hier:

Wer beim nächsten mal dabei sein will, kann sich auf unserer Mailing-Liste eintragen. Schreibt uns einfach eine Email, dann bekommt Ihr rechtzeitig Bescheid wenn wir wieder öffnen. Alternativ kann man auch hier auf Gefällt mir drücken.

Noch ein Hinweis: In Köln hat am gleichen Abend eine ähnliche Veranstaltung stattgefunden. Nata, Marco und Torsten haben einen wunderbaren Abend organisiert. Alle drei habe ich vergangenes Jahr im Foodcamp im Cilento kennengelernt. Wir haben viel zu wenig Zeit miteinander verbracht, aber das wird ja vielleicht an einem gemeinsamen Abend in einem unserer Restaurants mal nachgeholt.

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Thu, 19 Jan 2012 04:56:00 -0800 Fundstück: EAT http://www.einfach-lecker-essen.com/fundstuck-eat http://www.einfach-lecker-essen.com/fundstuck-eat

Ich bin der festen Überzeugung, dass man sein Geld im Leben in zwei Dinge investieren sollte: Essen und Reisen. Gründe dafür gibt es tausende und ich habe noch keine zwei besseren Dinge gelesen oder gehört, die meine Meinung ändern.

Eben tauchte ein Video in meinem Facebook-Stream auf, das zu einer Reihe von Videos gehört, die Rick Mereki, Tim White und Andrew Lees auf einer Reise um die Welt produziert haben. 38.000 Meilen in 44 Tagen. Dabei haben Sie 11 Länder bereist und so einiges gegessen. In dem Film EAT steckt alles drin, was es über Essen und Reisen zu sagen gibt:

Man sieht es nicht unbedingt auf den ersten Blick, sondern erst wenn anfängt über die Details zu sprechen, die Teller und die Orte - dann ist man mittendrin in dem was ich meine...

Die beiden anderen Filme heissen MOVE und LEARN und sind ebenfalls sehenswert.

 

 

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Mon, 02 Jan 2012 10:01:37 -0800 Vorsätze revisited http://www.einfach-lecker-essen.com/91654453 http://www.einfach-lecker-essen.com/91654453

Italien_mit_dem_bus

Ich habe vor 363 Tagen 10 Dinge aufgeschrieben, die ich in 2011 sehr gerne machen wollte. Die kurze Überprüfung zeigt ein durchwachsenes aber ganz zufriedenstellendes Ergebnis.

10. Zum Königinnentag nach Amsterdam. Das hat nicht geklappt; allerdings nur, weil ich nicht andauernd unterwegs sein kann und eine Reise zu einem Freund nach Irland schon lange ausstand. Die habe ich geschafft.

9. Öfter in großen Runden essen. Was soll ich sagen: Ich glaube ich habe 2011 ausschliessliech damit zugebracht mich mit Essen zu beschäftigen und es gab unzählige Runden mit fantastischen Menschen.

8. Der Besuch in Ohio: 15 Jahre High-School Re-Union. Keine Chance; hatte mieses Timing.

7. Ich will nicht aufhören zu rauchen. Ääääh, läuft.

6. Besser Essen. Das hat so halb geklappt. Man findet mich immer noch an Curry-Wurst-Buden, Döner-Ständen und auch hin und wieder bei den beiden Fastfood-Ketten. Was immer besser klappt ist das Essen zu Hause. Es gibt kaum noch Fleisch und Fisch, von dem ich nicht weiß, dass Massentierhaltung im Spiel war. Ich kaufe so nah beim Erzeuger wie irgendwie möglich und auch in Restaurants erkundige ich mich deutlich öfter nach der Herkunft. Es gibt Luft nach oben, aber der Weg ist der richtige. Das führt zu deutlich besserem Essen.

5. Ich will nicht mehr Sport machen. Hat geklappt. Allerdings habe ich viel weniger gemacht, als die vergangenen Jahre. Bin ich nicht stolz drauf - nur meine Waage, die freut sich über den Fortschritt.

4. Eigene Veranstaltungen organisieren mit Kochen und Menschen und... Dank Björn und Paule gibt es uns drei nun als RollinRestaurant. Das ist sicher eines der großartigsten Abenteuer, die ich in meinem Leben machen darf. Wir organisieren Abende, an denen 40 Menschen zusammenkommen, Essen und Getränke geniessen, sich austauschen und dankbare Gäste sind. Die Atmosphäre war bisher immer fantastisch und wir lieben uns er kleines Baby sehr.

Unser Freund Michael hat in einem Beitrag mal einen Slogan für unser kleines Restaurant kreiert, was die Idee auf den Punkt bringt:  

"Come to place you don't know, to eat food you haven't ordered with people you have never seen before."

Kommt vorbei, es macht einen Riesenspaß!

3. Ich will erstmal nicht mehr nach Asien verreisen. Irland, Österreich, Italien, Allgäu. Europa ist schön und hat eine Menge zu bieten: Austern in Irland, süffiges Bier auf dem Berg in Österreich, ein unvergessliches Foodcamp in Italien und einen neuen Lieferanten für Käse habe ich seit ein paar Tagen auch - dank einem Kurztrip ins Allgäu.

2. Zum Foodcamp in Cilento. DAS WAR SENSATIONELL - alles zum Foodcamp findet Ihr gesammelt bei Don Floriano. Danke an den Bus (siehe Bild oben), der uns über 3.000 km durch Deutschland, Österreich und Italien gebracht hat und Danke an Trufa-Flo, den ich jedem Menschen als Reisebegleiter empfehle. Der Kerl fährt einige hundert km mit einem quer durch Italien, weil man sein Steak bei einem ganz bestimmten Metzger kaufen will. Unbezahlbar! Als wir da waren, wusste er warum...

1. Drei von den genannten Dingen tatsächlich hinbekommen, ich wäre begeistert. Ich bin begeistert. Das Jahr hat viel mehr geboten, als ich erwartet hatte. Eine Freundin fragte gestern auf Facebook: "if you had to describe 2011 in one word, what would it be? and in one word, what is your wish for 2012?"

Meine Antwort: "sensational, continue."

 

Ein paar Eindrücke:

Fruhstuck_in_sienna
Sehr frühes Frühstück auf dem Piazza del Campo.

Austern_satt

Austern und Guinness in Galway.

Squid_fischen_sudlich_von_amalfi

Squid fischen südlich der Amalfiküste

Uber_den_wolken

Über den Wolken bei Kufstein.

Dario_cecchini

In den heiligen Hallen von Dario Cecchini.

Rollinrestaurant_crew

Danke Männer, dank euch gibt es das RollinRestaurant.

Dieses Jahr gibt es auch eine ganze Reihe an Themen auf die ich Lust habe, aber ich spare mir den Ausblick fürs Erste. Ich muss noch ein bisschen sortieren und vielleicht schreibe ich die Dinge dann auch hier nieder. Der Dank gilt für die kommenden Wochen den Menschen, die das Jahr 2011 für mich so großartig gemacht haben.

 

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Sun, 09 Oct 2011 09:14:00 -0700 Foodcamp Cilento: 50 konfierte Eigelbe, gefüllter Schweinebraten und eine Pasta-Party http://www.einfach-lecker-essen.com/foodcamp-cilento-50-konfierte-eigelbe-gefullt http://www.einfach-lecker-essen.com/foodcamp-cilento-50-konfierte-eigelbe-gefullt

Der 30 Jahre alte VW-Bus fliegt mit berauschenden 45 km/h bei knapp 30 Grad die Strasse von Bagnoli Irpino in den Bergen zurück nach San Marco di Castellabate zurück. Er scheint ähnlich beflügelt wie die fünf Männer, die gerade ein once-in-a-lifetime Erlebins hinter sich gebracht haben.

Am Abend zuvor fanden sich beim Abendessen des Foodcamps im Cilento Knut aus Flensburg, Wolfgang aus Hamburg, dazu Benni, Florian und ich aus Berlin zusammen, um am folgenden Tag gemeinsam Trüffel kaufen zu gehen.

Florian Siepert, Organisator und ab sofort nur noch als Don Sieperto anzusprechen, stattete uns nicht nur mit 200 Euro aus, sondern auch mit dem Hinweis, dass man Trüffel nicht im Geschäft kaufen wird, sondern man sich an der Piazza umhören solle. Was sich anhört wie ein Drogendeal, sollte sich später auch in der Ausführung so zutragen.

Auf dem Weg in die Berge stellten wir fest, dass noch nie jemand von uns Trüffel gekauft hat, ich lediglich eine ungefähre Vorstellung davon hatte wie die Knollen riechen und aussehen sollten, wenn die Qualität stimmte. Aber ich war mir auch sicher, dass ich es wohl nicht merken würde, wenn die Pilze mit Trüffelöl eingerieben worden wären um den Duft zu verstärken. Hinzu kam ein nicht unwesentlicher Punkt: „Was heißt eigentlich Trüffel auf italienisch?“

Knut verkauft Schweinestall-Anlagen und ich Hörbücher, Wolfgang hat eine Softwarefirma, Benni arbeitet bei MTV und Florian baut Apps für clevere Telefone. Nicht die besten Vorraussetzungen, wenn man in einem fremden Land um ein Produkt verhandeln will, dessen Namen man nicht kennt.

Florian, der einzige an Bord des Busses, der italienisch spricht, war sich seiner Sache aber recht schnell sicher und wir begannen die Suche nach „Truffalo“ - so musste das einfach heißen, wir waren alle überzeugt. Sprachlose alte Männer, laute Zusicherungen, dass es so etwas in der Region nicht geben würde und die Sicherheit, dass wir hier etwas sehr Falsches tun begleiteten uns einige Zeit. Tartufo wurde erst durch den Blick ins iPhone gefunden. Der geneigte Leser sieht schnell: Wir waren eine Truppe voller Spezialisten.

Nach zweistündiger Fahrt kamen wir an und sprachen nach einem schnellen Cafe in der einzigen Bar an der Piazza den vorfahrenden Postboten an. Der musste wissen, wo es Truffalo gibt. Es dauerte keine 20 Sekunden und Florian hatte zwei neue Freunde. Den Postboten des Dorfes und einen Typen, dessen Namen wir nie erfahren sollten. In Jogginghose, kariertem Hemd und dem Gesichtsausdruck eines Gebrauchtwagenhändlers zieht er uns am Postauto das Geld aus der Tasche:

„Tartufo? Wie viel habt Ihr denn?“
„So 200 Euro.“
„Wie viel wollt ihr denn?“
„Na ja, so 500 gr, hmm, also vielleicht lieber 700 gr?“
„Ich komme in 10 Minuten mit einem Kilo wieder. Wartet hier.“
„Wow, super! Kann einer von uns mitkommen? Wir sind total interessiert und würden das alles gern mal sehen. Wo der Truffalo herkommt, wie er gelagert wird und so. Wir sind wahnsinnig gespannt. Geht das? Bitte?“

Mit verstörtem und fragendem Gesichtsausdruck geht er nicht auf Florians Frage ein, sondern wiederholt sich, während er abwinkt und zum Auto geht:

„Wartet hier. 10 Minuten.“

Sollten wir tatsächlich gerade ein Kilo schwarzen Trüffel vom Kumpel des Postboten bekommen haben? Das wäre das Doppelte von dem was wir mit 200 Euro bekommen sollten. Abwarten, Eis essen, den Barmann nach dem üblichen Kilopreis fragen und feststellen, dass wir deutlich über Marktpreis bezahlen würden und gespannt sein ob der Jogginghosen-Mann überhaupt wiederkommt. Er kam. Grinsend mit einer Tüte voller schwarzer Truffalo-Knollen fuhr er in seinem Fiat vor. Wohlriechend, fest, frisch wurden uns die Knollen durchs Fenster gegen Bares herausgereicht.

„Es sind 1 1/2 Kilo Männer. Amici-Amici-Preis.“
„Äh, echt? Wahnsinn! Danke.“

Ziemlich baff von der Freundlichkeit des Jogginghosen-Manns, skeptisch, ob wir vielleicht über den Tisch gezogen worden sind und aufgeregt wie kleine Kinder stieg die Reisegruppe Truffalo wieder in den Bus heimwärts.

Wir hatten weit mehr besorgt, als wir sollten, fühlten uns wie ziemlich böse Gangster und wussten, egal ob der Truffalo gut oder nicht gut ist: Zwei Stunden Fahrt in die Berge, 15 Minuten für einen 200 Euro Deal und zwei Stunden zurück ins Hotel sind eine Geschichte, die wir alle nie wieder vergessen sollten.

Truffel
1,5 kg Trüffel...

Stevan
wusch die Trüffel und stellte fest, dass sie noch immer gut rochen. Wir wurden nicht übers Ohr gehauen, zahlten lediglich ein wenig mehr, als zu dieser Jahreszeit üblich.

Den Trüffel haben wir in drei Gerichte verarbeitet. Florian machte konfierte Eigelb mit Salz und reichlich Trüffel drauf.

Eigelbe
50 Eigelbe schwimmen in Olivenöl und kommen bei 63 Grad aus dem Ofen auf den Teller.

Stevan füllte 5 Kilo Fleisch vom Schwein und zur Pasta-Party auf dem Dach des Hotel Antoinette gab es zu einem der 8 Gänge natürlich eine Pasta mit maßlos viel Trüffel.

Schweinbraten mit Kräutern, Trüffeln, Pinienkernen
Foto: Stevan Paul
Schweinebraten mit Kräutern und Trüffeln.

Was übrig blieb, und das war eine Menge, wurde unter den Teilnehmern verteilt oder zu Öl verarbeitet.

Natalie und Stevan haben ihre Geschichten zum Foodcamp auch bereits in Wort und Bild online gestellt. Viel Spaß beim lesen und entdecken neuer Berichte: Das Lesen jeder einzelnen wird sich lohnen.

Das waren Tage voller toller Menschen, fantastischem Essen, nicht aufhörendem Lachen und Momenten, die wir alle nicht vergessen werden.

In diesem Sinne: Tri Tra Truffalo... 

UPDATE: Florian sammelt hier alle Beiträge zum Foodcamp.

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Sun, 09 Oct 2011 05:15:00 -0700 Zu meinem Fleisch schmeckt jeder Wein! http://www.einfach-lecker-essen.com/zu-meinem-fleisch-schmeckt-jeder-wein http://www.einfach-lecker-essen.com/zu-meinem-fleisch-schmeckt-jeder-wein

Auf der Rückseite der Amalfiküste in Sorrento, sitzen wir in einer Trattoria 50m über dem Meer. Der Blick richtet sich auf Pompei und den in Dunst gehüllten Vesuv, der sich über der Bucht von Napoli erhebt.

Speziell in Begleitung eines rot leuchtenden Campari Soda ein wunderbarer Ort zum Schreiben.

Auf den ersten Kilometern im VW-Bus, heraus dem Allgäu und hinein in den Urlaub, kam spontan die Idee auf der anstehenden Tour durch Italien bei Dario Cecchini anzuhalten und ein amtliches Stück Fleisch aus seiner Metzgerei zu kaufen. Bekannt aus Bill Bufords Ode an die Küche „Hitze“ ist Dario Cecchini inzwischen ein gemachter Mann in Italien. Nach dem Buch, kamen nicht nur Kunden in Scharen, sondern auch Magazine, Zeitungen und natürlich das Fernsehen.

Das Dörfchen Panzano war schnell auf der Karte gefunden, wobei wir uns bei der Ankunft in dem Ort von ein paar Handwerkern sagen ließen, dass es im Umkreis von 20 km sicher keine einzige Metzgerei geben würde.

Wir waren im falschen Panzano. Es gibt davon rund 14 in Italien und wir standen zwischen Bologna und Modena mitten in der Emiglia Romana, von allen guten Erinnerungen verlassen.

Ein Tankwart im nächsten Autogrill kannte Dario Cecchini und schickte uns in die Toskana - rund 200 km weiter. Ein angemessener Weg für ein gutes Stück Fleisch. Süd-Östlich von Florenz finden wir die Metzgerei in einem dieser klischeehaft schönen Bergdörfer, wie man sie aus beliebig vielen Reiseführern kennt.

Unscheinbar in einer Strasse, abgehend vom Dorfplatz, steht wegweisend eine bunt angemalte Kuh gegenüber einem rot-weiß-gestreiften Ladengeschäft. Der Mann mit dem Händchen (es ist eher eine Pranke!) für gutes Fleisch, steht selber hinter dem Tresen, begrüßt uns laut und lacht auf die Frage, ob wir denn ein Bistecca Fiorentina haben könnten.

Dario_cecchini_paul_fritze
Mein Lächeln ist deutlich gequält: Der Mann umarmt wie er schlachtet.

Es folgt ein Vortrag über den kleinen Anteil, den das Stück Fleisch bei einer Kuh ausmacht und dass man das bei ihm mindestens zwei Tage vor dem Kauf bestellen muss.

Wir kaufen auf seine Empfehlung ein wunderschönes Kilo Bistecca Panzanese und wissen in diesem Moment, dass wir uns um die Beilagen keine Sorgen machen müssen: Es wird keine geben. Die Frage nach dem passenden Wein beantwortet er mit einem verwunderten Blick.

Wir wiederholen: „ Sag mal Dario, welcher Wein passt denn nun wirklich gut zu dem Stück Fleisch?“ „Männer, es ist vollkommen egal was Ihr zu meinem Fleisch trinkt. Das ist unfassbar gutes Fleisch und der Wein spielt überhaupt keine Rolle. Kauft irgendeinen Wein in Panzano - das passt dann zu 100%!“ Starke Ansage...

Im Laden nebenan werden zwei Flaschen Chianti gekauft, bevor wir uns ein paar VW-Bus-Minuten weiter einen Platz mit Aussicht suchen. Hotel und Restaurant für die Nacht wird ein Parkplatz am Rande einer kleinen Siedlung

Wein_und_fleisch

Mehr Zutaten braucht es nicht für ein Spitzenessen.

Panzanese_dario_cecchini
Ein knappes Kilo Panzanese.

Der Fleischberg wir ausschliesslich gesalzen, fast 20 Minuten lang in reichlich Butter auf dem Campingherd in einer massiv abgerockten Pfanne bei voller Hitze bearbeitet. Nach 10 Minuten Ruhe für Fleisch und Koch wird mit ein bisschen Olivenöl serviert.

Panzanese_und_wein_dario_cecchini

Dinner-Setting auf einem Parkplatz unweit von Panzano.

Das Fleisch schmeckt nach Fleisch. Es ist saftig. Außen braun, innen blutendes rosa. Die Weine schmecken hervorragend, spielen aber tatsächlich kaum eine Rolle zum Essen. Fahrt hierher und esst Fleisch.

Wer ohne Plan in den Urlaub fährt, der muss damit rechnen längere Wege zu fahren als andere. Das bedeutet dann auch 200 km für ein Stück Fleisch zurückzulegen, weil man sich Dorf geirrt hat.

Dario Cecchini
Antica Macelleria Cecchini
Panzano in Chianti
Florenz, Italien

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Sun, 28 Aug 2011 23:29:00 -0700 Das RollinRestaurant zieht weiter. Neu-Eröffnung am 08.09.2011 in Berlin. http://www.einfach-lecker-essen.com/da-rollinrestaurant-zieht-weiter-neu-eroffnun http://www.einfach-lecker-essen.com/da-rollinrestaurant-zieht-weiter-neu-eroffnun

Zwei Dinge machen mich gerade sehr froh: Zum einen machen wir am 08.09. Das RollinRestaurant zum dritten mal auf, zum anderen hat es ein virtuelles zu Hause gefunden: Hier gehts lang, Paul hat in den letzten zwei Wochen in einigen Nachtschichten einen Blog zusammengebaut, auf dem wir euch in Zukunft vom und über das RollinRestaurant informieren und mit Terminen versorgen.

Foto

Notierts euch: http://www.rollinrestaurant.de/

Ab wann? Ab sofort: Den Termin kennt ihr schon, alles weitere und die Möglichkeit der Anmeldung für den 08. September findet Ihr ab sofort auf der Webseite des RollinRestaurant.

UPDATE: Unser Geschirrsponsor KAHLA verlost diesesmal zwei Plätze auf Ihrer Facebook-Seite.

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Thu, 11 Aug 2011 12:52:00 -0700 Food-Porn von Erik Shirai http://www.einfach-lecker-essen.com/food-porn-von-erik-shirai http://www.einfach-lecker-essen.com/food-porn-von-erik-shirai

Ich bin gerade über diese Videos von Erik Shirai gestolpert. Food-Porn at its best, dass keine weiteren Kommentare von mir braucht. Geniesst...

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/368570/paul_fritze_essen.jpg http://posterous.com/users/4avuWZ1AwbPX Paul Fritze paul.fritze Paul Fritze
Tue, 09 Aug 2011 10:26:00 -0700 Irland, du warst ein Fest. http://www.einfach-lecker-essen.com/irland-du-warst-ein-fest http://www.einfach-lecker-essen.com/irland-du-warst-ein-fest

Die vergangene Woche in Irland hat richtig schlecht begonnen und sich Tag für Tag gesteigert. Meine wunderbaren Gastgeber an den letzten beiden Tagen in Dublin haben für ein paar Höhepunkte in Sachen Restaurantwahl gesorgt.

Nachdem ich am Freitag schon auf anraten von Jennifer im Fallon & Byrne ein wunderbares BBQ-Huhn bekommen habe, ging es am Samstag zum späten Kater-Frühstück ins The House auf der Halbinsel Howth zu Frittata, Omelettes und hervorragendem Espresso.

Spät Abends kam Steak-Hunger auf, den wir im Trocadero stillten und als wenn wir das Wochenende nicht schon genug gegessen hätten, schlugen die beiden vor am Sonntag das Farewell-Mahl im Avoca einzunehmen - was für ein wundervoller Ort. Kaufhaus für die schönen Dinge, ein kleiner Markt mit selbst gebackenem Brot, Obst und Gemüse im Keller und dann dieses Cafe im obersten Stockwerk.

Eine wunderbare Mischung mit Lampenschirmen aus Omas Zeiten, altem Holzmobiliar, weißen Wänden und verspielten Gittern vor den offenen Fenstern. Das Essen ist herrlich unaufgeregt, aber mit viel Liebe zubereitet und serviert. Wer in Dublin ist, sollte dort hingehen. Ein paar Fotos...

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Ein erster Blick ins Cafe, wenn man es bis in den vierten Stock geschafft hat.
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Sauleckere selbstgemachte Limonade mit Bunt.

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Überall liegen die zahlreichen Kochbücher der Cafes zum stöbern.

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Lovely: Den Nachtisch schon am Eingang anschauen.

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Pfannkuchen mit Beeeeeeeren.
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Ich mag den Look...

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...und wie entspannt und gleichzeitig trubelig es dort war - nie gehetzt.
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Tomaten-Fenchel-Suppe und GUTES Brot.

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Fish-Pie mit Lachs und Heilbutt mit Kartoffelkruste drauf. Gegrillte Zitrone und Erbsbrei. LECKER!

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Frische Pasta mit Gorgonzola-Soße, Ruccola, Speck und Parmesan.
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Schokoladen-Pekannuss-Kuchen. Woah, war der gut.
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Lauwarner Rhabarber-Crumble mit Vanille-Eis und Gedöns aussenrum.

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Schlecht lesbar, aber diese Kleinigkeiten... Auf dem Papier, in dem die Rechung kommt steht: The Damage.

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Solltet Ihr nach Dublin kommen und zwei Stunden Zeit in bester Atmosphäre und leckerem Essen verbringen wollen, sei euch der Laden ans Herz gelegt.

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Thu, 04 Aug 2011 12:13:00 -0700 Eine Nutte, ein toter Pfarrer und Bier im Nachbardorf http://www.einfach-lecker-essen.com/eine-nutte-ein-toter-pfarrer-und-bier-im-nach http://www.einfach-lecker-essen.com/eine-nutte-ein-toter-pfarrer-und-bier-im-nach

In Zeiten als Bier noch seiner stäkenden Wirkung wegen getrunken wurde gab es in Irland ein Gesetz, dass am heiligen Sonntag ab 14:00h galt. Es wurde nur dann ausgeschenkt, wenn man sich weiter als drei Meilen vom Wohnort aufhielt, nicht jedoch im heimischen Pub. Das führte dazu, dass die Männer jeden Sonntag nach der Kirche in den Pub des Nachbarortes gingen und dort tranken. Am Abend nach der Sperrstunde traf man auf halbem Weg nach Hause dann die Männer, die im eigenen Ort tranken und sich ebefalls torkelnd auf den Heimweg machten.

Irland hat sich bis heute einige dieser skurrilen Eigenschaften erhalten, die man überall entdecken kann, wenn man genau hinsieht. Es gibt einen Präsidentschaftskandidaten, der trotz aller Kinderpornographie-Skandale, die auch hier vor allem die Kirchenoberhäupter in die Enge treibt, dieses Gebaren offen verteidigt; schließlich haben sich auch Platon & Sokrates mit Jünglingen vergnügt. Aha.

Das Land selber besteht aus Wiesen, wie wir sie nur Kinderbüchern kennen: Blühender Klee, hochgeschossene Schafgarbe, Kamillenblüten wie auf Teepackungen, satt leuchtende Butterblumen und natürlich dickes grünes Gras stehen am Rande von Geröllwüsten in deren Umgebung man keinerlei Leben vermuten würde - eher eine Mondfähre sucht.

Beim Essen ist das nicht anders. Morgens wird einem ein Full Irish aufgetischt, was aus fettiger Wurst mit pappiger Kruste, halbkrossem Schinken und labberigem Toast besteht. Der Tee hingegen ist bisher ausnahmslos von großartiger Qualität gewesen.

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Anderenorts bekommt man geräucherten Lachs der seines gleichen sucht, wobei der Salat daneben pappig ist und mit sorgfältigem Fertigdressing getränkt wird.

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Austern hingegen habe ich noch nie so gut gessen wie hier. Dick, frisch, unaufgeregt. Mit Zitrone, Meerwasser und schwarzem Bier dazu.

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Aus purem Zufall bin ich in Clarinsbridge in Paddy Burks Pub gelandet - Ausrichter des alljährlichen drei Tage andauernden Oyster-Festivals südlich von Galway. Sogar die von mir so ungeliebten überbackenen Tiere schmecken hier nicht nach Panade, sondern nach Auster mit passendem Überzug: Brösel, Knoblauch, Dill, Petersilie.

Ein Justizfall, den Heinrich Böll in seinem "Irischen Tagebuch" beschreibt, unterstreicht das Absurde Irlands: Eine Prostituierte hat einen Pfarrer erstochen, weil er Ihr die Beichte veweigerte. Auf die Frage des Richters warum sie das getan hat, antwortet sie mit verdrehten Augen: "Sollte ich denn mit all meinen Sünden bedeckt sterben? Da war eine weitere auch nicht schlimm."

Ich gewöhne mich dran und nach spätestens dem zweiten Pint wird all das Skurrile und Absurde dieses Landes von lachender Normalität überspült.

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Tue, 02 Aug 2011 15:19:00 -0700 Zwölf fette Iren und das Paradis http://www.einfach-lecker-essen.com/zwolf-fette-iren-und-das-paradis http://www.einfach-lecker-essen.com/zwolf-fette-iren-und-das-paradis

Irland hat gestern fast alles verspielt und heute wieder gut gemacht. Ein Auszug in Stichpunkten und Schnappschüssen weil ich zu müde, satt und zufrieden bin ganze Sätze zu formulieren:

Frühstück auf dem English Market in Cork: dicke triefende Roastbeef-Sandwiches.

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Zweites Frühstück auf dem gleichen Markt: Scones und Espresso.

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Zuckerschub gegen die Mittagsmüdigkeit: Die beste Cola der Welt - Curiosity von Fentimans.

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My Daily Irish Treat in Kinsale: Zwölf fette Iren und ein Murphys. Die Bustour an die Küste ins Fishy Fishy hat sich so sehr gelohnt

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Für Fotos zu dunkel, aber das kulinarische Highlight der Tour bisher: Drei fantastische Gänge im Cafe Paradiso, das heute nun doch aufhatte und ich nur 25 Minuten brauchte um zu überzeugen, dass ich da unbedingt noch essen muss. Danke an Katharina, eine russische Kellnerin, die Nachsehen mit dem flehenden Deutschen hatte.

Morgen muss sich Galway warm anziehen, um mit dem heutigen Tag gleichzuziehen - ich freu mich drauf.

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Mon, 01 Aug 2011 12:38:00 -0700 Worrying is dreaming in the wrong direction. http://www.einfach-lecker-essen.com/worrying-is-dreaming-in-the-wrong-direction http://www.einfach-lecker-essen.com/worrying-is-dreaming-in-the-wrong-direction

Dicker weißer Schaum und mit einem fast schwarzen Bauch im Glas, leuchtet es mich zufrieden an: Wunderbares Guinness zu das mir Björn im letzten Jahr das erste mal Austern als den perfekten Begleiter vorstellte.

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Seitdem ist schweres dunkles Bier zu Austern erste Wahl geblieben und wird diese Woche in Irland jeden Tag mindestens einmal kombiniert über meine Zunge wandern. Heute ist Feiertag in Irland und nahezu alles hat geschlossen. Dennoch gab es nahe des English Markets in Cork eine kleine Bude, die mich glücklich machen konnte.

Ansonsten habe ich bisher einen herrlichen Fehlstart hingelegt. In Cork hat nicht nur alles geschlossen, sondern die drei Dinge die ich hier unbedingt ausprobieren wollte bleiben die ganze Woche zu: Das Cafe Paradiso baut ebenso um wie der Liberty Grill und auch das Cafe Gusto macht erst am Donnerstag wieder auf. Die Ballymaloe Cookery School hat diese Woche Sommerpause. Ich improvisiere (Weil ich zu faul war mich wirklich anständig vorzubereiten.).

Für das Abendessen entschied ich mich auf Anraten meiner Gastgeberin Tara für The Fish Hatch: "Best Fish & Chips in the world. If you are a foodie, there is no way around the place." Na dann los. Die Küche des Hotel Imperial verkauft durch ein Fenster in der Küche frischen Fisch zum mitnehmen, dazu dicke Pommes Frites und Erbsenpüree mit Minze - so steht es auf der Schiefertafel an der Wand. So sieht es beim Blick in die Küche aus.

Ich lasse mir geräucherten Heilbutt empfehlen, der vor meinen Augen kurz durch Mehl und leichten Teig gezogen wird; ein Bad im heißen Fett sorgt für knusprige Kruste. Mit meinem Fang finde ich einen Platz zum Essen auf der Grand Parade inmitten von Feiertagsausflüglern in Cork, die genauso merkwürdig auf den Typen gucken, der sein Essen fotografiert, wie alle anderen Menschen in der Welt auch. Zurück zum Fisch: Der war nicht gut. Nicht gewürzt. Nicht schmackhaft. Nicht leicht. Die Pommes waren außen genauso schlaff wie innen noch roh und dem Erbspüree mit Minze fehlte zum einen die Minze, zum anderen der Erbsgeschmack. Langweiliges Zeug. Sehr schade, aber passend zum Tag.

Auf dem Weg in den Pub, in dem der Tag runtergespült wird, lese ich auf einem Plakat die Überschrift dieses Beitrags und beschließe dass es nur besser werden kann, ich mich ab sofort auf morgen freue und weiter in die richtige Richtung träume.

Cheers. Lasst es euch schmecken!

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Sun, 24 Jul 2011 11:17:20 -0700 Schrebergarten reloaded: Ackern auf dem Tempelhofer Feld http://www.einfach-lecker-essen.com/schrebergarten-reloaded-ackern-auf-dem-tempel http://www.einfach-lecker-essen.com/schrebergarten-reloaded-ackern-auf-dem-tempel

Auf dem Flughafengelände Tempelhof kann man seit April diesen Jahres gärtnern. Ein Abschnitt des ehemaligen Landeplatzes der Rosinenbomber vor der Oderstrasse in Neukölln wir dafür vom Allmende-Kontor kostenlos zur Verfügung gestellt.

Jeder der ein paar Holzreste, Regentonnen oder Säcke mitbringt darf sich kostenfrei ein kleines Hochbeet bauen und dort Gemüse und Obst ziehen. Wer keine Lust auf die Regeln einer Schrebergartenkolonie hat, sondern einfach nur regelmässig frisch Geerntetes auf dem Teller haben möchte, der kann sich hier ausbreiten.

Ganz ehrlich: Ich liebe solche Projekte! Kein finanzielles Interesse, sondern der Gedanke für die Sache an sich stehen im Vordergrund. Alle können mitmachen und die Regeln sind auf ein Minimum reduziert. Um ehrlich zu sein: Ich hab keine Tafel mit Regeln entdeckt, ich denke fast hier zählt gesunder Menschenverstand zum Miteinander. Hoffentlich bleibt das möglichst lange so.

Gestern Abend erzählte mir eine Freundin von den Beeten und ich hab heute ein paar Fotos geschossen.

Flughafen_garten

Allerlei Leckeres im selbstgezimmerten Hochbeet.

Allmende_kontor

Urbane Gärtner.

Berlin_urban_acker

Bohnensträucher.

Fast_food_garten

Ich bin gespannt, was die Kleingärtner darin anbauen werden.

Garten_tempelhofer_feld

Der Mops passt auf, dass niemand die Radieschen klaut.

Tempelhof_allmende_kontor

Spektakulär: Wir klagen über den Sommer und hier wachsen einfach so ein paar Paprika.

Tempelhof_tomaten

Die Biester wachsen immer und Überall.

Tempelhof_urban_acker
Wer in den Urlaub fährt, bittet einfach die Nachbarn um das gießen der Pflanzen.

Gärtnert und ackert und esst Frisches und lasst es euch schmecken!

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Thu, 14 Jul 2011 00:51:00 -0700 Das RollinRestaurant öffnet - Open Air! http://www.einfach-lecker-essen.com/das-rollinrestaurant-bring-somebody-hot http://www.einfach-lecker-essen.com/das-rollinrestaurant-bring-somebody-hot

UPDATE: Das Open Air RollinRestaurant wurde auf den 13.08.2011 verschoben. Es gibt noch ein paar freie Plaetze. Meldet euch an. (siehe unten)

Rollinrestaurant_sundowner_shot

Wir haben die nächste tolle Location für das dritte Opening des RollinRestaurant gefunden. Am 13.08.2011 geht es über die Dächer Berlins! Ein weiterer spektakulärer Abend steht an und nachdem wir bei unserer letzten Eröffnung ein komplett kaltes Dinner serviert haben, ist eins versprochen: Dieses mal wirds heiß! Und wir haben einen Mann an Bord, der uns mit seiner Expertise in Sachen Hitze unterstützen wird!

So funktionierts:

Wir laden 20 von euch zu einem Abendessen in Berlin Mitte ein und es gibt nur zwei Bedingungen: Ihr wollt einen großartigen Abend mit fantastischen Menschen verbringen und ihr bringt alle einen Freund oder eine Freundin mit. Nachdem wir beim Menu nur über Hitze sprechen machen wir das bei den Gästen auch einfach: Bring somebody hot! Das Ergebnis werden 40 Leute, die über den Dächern Berlins in den Sonnenuntergang schlemmen...

Es gibt dieses mal einen Gang mehr - wir sind vier Köche, also gibts auch vier Gänge. Dazu gibt es Bier, Weine und Wasser und die ein oder andere Überraschung.

Wenn Ihr am 13.08.2011 um 19:30h ins RollinRestaurant in Berlin wollt, dann tut Ihr einfach folgendes:

1. Email an rollinrestaurant@googlemail.com. Die ersten zwanzig Anmeldungen plus Begleitung sind dabei.
 (Wir sind ausgebucht: Alle weiteren Anmeldungen landen auf der Warteliste.)
2. Auf Bestätigungsemail warten & pro Person 30,00 Euro überweisen.
3. Am Freitag, den 12.08.2011 schicken wir euch eine Email und geben das Menu & den genauen Ort des RollinRestaurant am 13.08.2011 bekannt.

Da wir mit dem Abend kein Geld verdienen wollen, sondern einfach nur eine gute Zeit haben wollen, können wir vier Gänge für 30,00 Euro anbieten, brauchen es aber eben auch vorab. Die Getränke sucht ihr euch am Abend selber aus und bezahlt sie dann auch einfach dort. Wir sorgen wie immer für extrem faire Preise.

Der Abend ist für Allesesser. Es gibt keine vegetarische Variante und ins Essen kommt was uns schmeckt. Ihr solltet gern Essen und gern mit guten Menschen zusammen sein, dann kann nichts schiefgehen. Im Gegenteil, dann versprechen wir eine großartigen Abend und freuen uns auf Eure Anmeldungen!

Diesen Beitrag findet Ihr bei Björn im Blog auch noch einmal auf englisch, falls ihr die Einladung auch an Freunde weitergeben wollt, die kein deutsch sprechen.

P.S.: Solltest Du kommen wollen, aber keine Begleitung hast, dann schreib das doch einfach hier in einen Kommentar und schau gleichzeitig mal bei Björn vorbei. Vielleicht sucht dort ja auch jemand eine Begleitung. Tut euch einfach zusammen!

Sollte es am 12.08. eine Regenansage für den Samstag geben, sagen wir die Veranstaltung ab und überweisen euch das Geld einfach zurück. Aber wir werden den Wettergott die kommenden Wochen ordentlich bestechen...

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Mon, 11 Jul 2011 13:42:42 -0700 Kulinarisches in Schöneberg & das RollinRestaurant aus Sicht des Gastes http://www.einfach-lecker-essen.com/60512953 http://www.einfach-lecker-essen.com/60512953

Vor zwei Jahren bin ich mit Michael durch Kambodscha gereist und habe eines Abends eine Weltenbummlerin in Phnom Penh an der Bar des Foreign Correspondents Club kennengelernt, aus welchem der inzwischen nicht mehr ganz für voll zu nehmende Peter Scholl-Latour seine Berichte in die Heimat schickte, als die Roten Khmer an die Macht kamen.

Rony und ich waren uns auf Anhieb sehr einig, dass egal wo man sich auf der Welt herumtreibt, ein anständiger Gin & tonic der Luxus ist, den man sich genehmigen muss, wenn die Rucksackstriemen sich in die Schultern gefrässt haben und die Füße einen nicht weiter als bis an die nächste Bar bringen. Solche grundsätzlichen Ansichten schweißen zusammen.

Nach Ihrer Rückkehr ins heimische Tel Aviv heuerte sie beim Reisemagazin Metropolis als Redakteurin an und wurde verantwortlich für die alle zwei Monate erscheinenden Magazine zu Reisezielen, die im Wesentlichen von Einheimischen geschrieben werden.

Für die Berlin-Ausgabe durfte ich den kulinarischen Part übernehmen und entschied mich gegen die beliebteste Currywurst und den neuesten Geheimtipp in Sachen Döner Kebap. Vielmehr wurde es der Zug durch meine Nachbarschaft in Schöneberg. Der Artikel ist nun im Magazin auf hebräisch erschienen und da die meisten der Leser dieses Blogs sich noch nicht geoutet haben fliessend von rechts nach links lesen zu können findet ihr den Beitrag unterhalb des Originals, so wie ich ihn auf englisch abgegeben habe.

Nicht zu vergessen ist ein weiterer Beitrag, den schon oben erwähnter Michael über das RollinRestaurant geschrieben hat.

Viel Spaß beim Lesen von:

Any Given Saturday In Schöneberg, Paul Fritze
The Art Of The Unexpected, Michael Treutler

Any Given Saturday in Schöneberg

Any given Saturday in Schöneberg

by Paul Fritze, 05/16/2011

Schöneberg is not as stylish as Mitte, not as beautiful as Prenzlauer Berg and never managed to build up a legend like Kreuzberg, the best known part of the city. The first things, that come to even Berliners mind,when being asked about Schöneberg is the homosexual scene around Nollendorfplatz and some people would also recall the farmers market at Winterfeldplatz next to St. Matthias church.

The one place, that made its mark in the history-books all around the world is the town hall of Schöneberg. John F. Kenndy claimed him being a Berliner in his famous speech from 1963 from the balcony of the building. If, at all, today the town hall is a place for fans of architecture, for everyone else its just a sandstone building with a clock attached to the 70m high tower.

Those might be reasons that Schöneberg, which is located south of the center of Berlin, is being explored a lot more with a fingertip on a map by visitors, than by walking the streets themselves to breath and feel the city. It won‘t be long until that changes, because thats what happens: Good things attract people and there are many of those in Schöneberg.

Amongst them is the culinary life of an area, which spreads from the Akazien- thru Goltzstrasse, the Winterfeldplatz with its farmers market all the way to Nollendorfplatz. There are dozens of shops, restaurants and bars to explore on a trip. There are people, who are doing extraordinary work for their customers and I talked to a few of them.

If you want to spend your Saturday, there is no better starting point than Arno Schmeichels Doubleeye .Arno is an honest soul with a contagious laugh and doesn‘t really care about appreciation for what he does. He just wants to make great coffee.

He opened his coffee-shop on Akazienstrasse 10 years ago and runs his place with a huge amount of serenity on the outside, being driven by new findings and potential to make things even better on the inside. Not too long ago a company for water-filtering-systems came to build a system just for his needs. Making the water on its way from the wall to the machine just right for the coffee he wants to serve - the product can‘t be anything else but perfect.

The beauty about Arnos perfectionism is one simple thing: Me, being a customer, doesn‘t feel that on first sight and he doesn‘t expect me to know. But the result is simply an outstanding cup of coffee, served by a few unperturbed Baristi, who are happy when I am.

The numerous championships Arno took part in all over the world, not by forgetting to win one or the other, are only mentioned after asking over and over again. He liked the involved travelling and the exchange with other worldclass Baristi, but he doesn‘t care about the awards, that are almost hidden in a board behind the entrance door.

Great coffee for his customers is a lot more important. He buys green beans and roasts them himselve to also create own blends. Coffeebeans are also grinded freshly everytime an order comes from a customer. The grinder is being adjusted up to 4 times per day to react on different temperatures and humidity in the small shop.

We are putting our nose down into some of his roastings and the variety of heady aromas can be recognized. From chocolate to a fragrance that reminds me of peas. Whatever Arno does with his water, beans, grinder and machine: His coffee is simply stunning.

With another papercup of Arnos Cappucino you can walk down Akazien- and Goltzstrasse, stop to do some foodshopping in one of the numerous italian places, some of the wineshops, pick a restaurant for the evening or simply enjoy your coffee, feeling as a part of the city.

Reaching the end of the Goltzstrasse, not crossing on the other side, where you can already see the farmersmarket which spreads his branches around St. Matthias church, take a few minutes to stop at Winterfeldt Schokoladen on the right hand side. The shop used to be an old pharmacy and is protected as being historical valueable. The inside is simply beautiful with all its darkbrown cabinets climbing all the way up to the ceiling. Each board filled with all kinds of chocolate from everywhere in the world.

Michael Schieben moved the shop to the place and worked with a befriended swiss architect to get all the licenses to rebuild a few things. Not changing anything of the old structure, but moving a door, strengthen the wooden floor and adding some boards was necessary to run the place appropriatly.

Michael got infected with the chocolate virus by a friend years ago, when he moved from Trier to Berlin. Asking him for a highlight of his chocolate-career, the ususally quiet and relaxed man doesn‘t let me ask the whole question and points to a board, while saying: „Domori.“

While opening a small pack of the beautifully boxed sweets from Italy, Michael explains, that Domori was one of the first companies to create transparency for the customer. Adding information about the beans and the sugar, which has been used to make the chocolate. Let me say this: Whatever they do put into the chocolate to make it as they do, they shouldn‘t change their recipe.

Grab a few pieces of chocolate for the next few days on the road - it‘s so worth it.

Stepping out of chocolate heaven the Winterfeldtmarkt is in sight. It is a farmers market with all kinds of things to buy. The rule where to buy things is simple: The smaller the booth, the more likely it is a farmer, who sells his own products. Other than exploring the market on your own, there are three things you don‘t want to miss:

1. Grilled trout: charcoal grilled mackerels, trouts and a few other fish by Jürgen Fürguth. A former engineer from Bavaria who now serves his fish on Berlin markets. Ask for horseraddish on the side. Its delicious.

2. Melted cheese: There are at least three booths who offer melted cheese on a baguette. The surface of a cheeseloaf is being heated up until soft, before its scratched off to put on the baguette. They usually add some spices and chives on top.

3. Tiramisu: An italian couple is selling all kinds of dolce and coffee in the very center of the market. Accompanied by some italian music from underneath the coffeemachine. A great place to enjoy one of their breathtaking Tiramisu. Prepare to wait in line.

There are dozens of places around the market to spend the rest of the day, have a sundowner and also
dinner.

If you haven‘t left Schöneberg for dinner, make sure to not miss out on a bar that is still looking for a place that can hold up against the quality of drinks being served. The Stagger Lee is in Nollendorfstrasse 27 - a five minute walk from the market.

Stepping into the Stagger Lee does truely mean entering another world in two ways. One being the interior of the bar. Dark and red wallpapers, heavy furniture, a swinging door, an old piano and a register that looks like Billy the Kid just stole it and gave it to Jakob Etzold - co-founder and bartender with a passion for Sergio Leone movies and drinks from the time.

Just like Arno, Jakob loves details in everything. He went as far as not using crossheaded screws, but slotted-heads only, when using it in the bar to make things look real and not just put together. Telling him about the water-filter-system, that Arno puts into his shop he nods and says: „Yes, that is how it should be.“ Not a spark of surprise about the passionate approach for a perfect serve. The two have a lot in common.

Asking Jakob if he is more a host or a bartender he laughs at me: „First and foremost I am the guy cleaning up all the time. I am also the facility manager, the concierge, the host and yes, I also make drinks.“ All the jobs he and his barteam are managing to do at the same time create a very simple thing: A great place where one wants to stay for just another drink.

Those served at Stagger Lee have no equal. If, like in the restaurant-business, stars would be given to bars, the Stagger Lee is one of the places that would earn one of those immediately. Jakob serves whiskey-drinks like their own delicious version of an Old Fashioned. Whoever is in charge of drinks on any given night is also happy to find out with you, what your next drink should be – they rarely miss the right choice.

A friend once told me the Mint Julep Jakob served her was the best drink she ever had and I myself just can‘t decide which glas I like the most. It has always been outstanding. Let me correct what I wrote earlier: Even if you have left Schöneberg for dinner, make sure to come back for drinks at the Stagger Lee.

 

Michaels wunderbarer Beitrag zum RollinRestaurant: 

The art of the unexpected

by Michael Treutler, 05/16/2011

The Food-Blogger event „RollinRestaurant“ invites it‘s guests to places they don‘t know, to eat food they have not ordered, together with people they have never seen before.

Berlin inhabits a thriving „pop up culture“. Spontaneous events that take place in locations that are designed for a distinctively different usage during the day.  One of these venues is the „RollinRestaurant“.  A high quality 3-course-dinner, which happens on a week‘s notice in locations that are unlikely to be „highjacked“ as a restaurant.  Getting one of the strictly limited tickets is a matter of living online, and being flexible, because the registration is first come, first serve, without knowing what to expect, except that it will be a dinner, on a specific date, „somewhere in Berlin“. 20 tickets for 2 people, one of each couple has to be non-German. 40 people, not one seat more.  Announcements are given through two food blogs only, one German, one English language. The actual location is not revealed longer than a day before the venue actually takes place, the actual menu not before the guests have it on the table in front of them.

In May 2011 the flagship store of one of Germany‘s major cell phone networks at Berlin‘s elegant boulevard Unter den Linden is the place where it happens.  The store is brightly illuminated, and fully alive of 40 chatting, smiling, flourishing people, who are placed at one long, elegant white dinner table.  Most of the guests have never seen each other before, and received an eMail disclosing the place to be, just 24 hours before.  But there is plenty to talk about for people sharing a passion for food, a taste for the international, and the appetite for the unexpected

Tourists and locals are floating along Unter den Linden in this warm spring night in May 2011, and curiously stop and glance through the window at the cheery crowd, which is discussing the first course they just finished. Meanwhile, just a glass door away from the lively buzz on the main table, the atmosphere changes into the concentrated silence of a neurologic surgery.  The light in the storage room is dimmed, the atmosphere concentrated, but not fierce, as the three chefs prepare the main course of the night, to cater to their 40 guests on time.  Frozen scallops get sliced into carpaccio, quail eggs get pealed.  Each plate gets decorated in smooth, fluent movements, thoughtfully arranged.  „Done!“, bold Paul breaks the silence, and the three chefs, bold Paul, blond Paul and Björn the Swede swing open the glass door to serve the next course to their guests, who eagerly await the next surprise on their plate.

The three chefs have learned to cook efficiently, and under the wildest circumstances, because they never have a kitchen at the places they choose for their events.  „We managed to serve 40 plates of medium cooked „on the spot“ veal the last time, only having access to two hotplates“ blond Paul proudly grins. This time they have no hotplates at all, so they had to come up with a cold 3-course menu, that would still live up to their own expectations of highest quality food.  „I don‘t want people to eat what they could have got at the restaurant next door“ explains Björn.

The quality experience is what drives the blogging chefs, along with a thrive for hosting people and the excitement of the unlikely locations. They love the challenge of places that are not designed to be a restaurant, and still provide a food quality that serves highest standards.  For bold Paul food challenge is rooted in his family‘s honor. „Christmas at our place is not about gifts, it is about who cooks best for the rest of the Family“, he tells the story how he became interested in cooking.

For blond Paul food is the glue to any great social event. He‘s all about the hosting part of it, „I love nothing more than seeing people I invited enjoying good food, good drinks, good talks. That‘s why I started cooking.“

They all breeze a passion for food, each from a slightly different angle. It‘s all about the high class food, it‘ all about the people, it‘s all about the challenge.  For the RollinRestaurant this makes a great composure, assuring that each detail for the menu is challenged for quality, each location is spotted for it‘s extraordinary atmosphere, and each dinner has a theme, such as this night‘s ,bring someone with a foreign passport‘, to assure an interesting crew of guests that has a lot to talk about. 

This mixture has also worked this night in May, because the guests are giving standing ovations after the final course is served.  Time for the three to finally sit down, and socialize a bit with the unknown guests they gathered this night.  „Where will be the next?“ is the most common question.  „We don‘t tell yet“ is the standard answer. Paul, Björn and Paul, who are all online-marketers in their day jobs, certainly know how to create and maintain an aura of the unexpected.  Google „RollinRestaurant“ when you come to Berlin the next time. Maybe you are lucky and it is just about time to register. 

P.S.: Die links habe ich in beide Artikel nachträglich und nur für diesen Beitrag eingefügt.

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/368570/paul_fritze_essen.jpg http://posterous.com/users/4avuWZ1AwbPX Paul Fritze paul.fritze Paul Fritze
Sun, 26 Jun 2011 13:18:00 -0700 Irland, wo kann man in Dir essen? http://www.einfach-lecker-essen.com/irland-wo-kann-man-in-dir-essen http://www.einfach-lecker-essen.com/irland-wo-kann-man-in-dir-essen

Ich lege Anfang August eine ganz kleine Sommer-Pause ein und fahre für eine Woche nach Irland. Neben einem Wochenende bei einem Freund in Dublin, würde ich gern noch das ein oder andere kulinarische Highlight mitnehmen. Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie damit beschäftigt, was es in Irland neben Bier, Whiskey und Butter so gibt. Was sind die kulinarischen Perlen des Landes und wo esse ich am besten wie bei Muddern? Also einer irischen.

Empört euch über mein Unwissen, belehrt mich in langer Ausführlichkeit oder schreibt mir nur ganz kurz in einen Kommentar, was ich nicht verpassen darf. Das wäre fantastisch! Vielen Dank.

Wer darauf keine Lust hat, darf sich fünf Zeilen lang unterhalten lassen. Ein Limerick:

There was a young lady from Riga,
Who smiled as she rode on a tiger.
    They returned from the ride
    With the lady inside
And the smile on the face of the tiger.

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/368570/paul_fritze_essen.jpg http://posterous.com/users/4avuWZ1AwbPX Paul Fritze paul.fritze Paul Fritze
Fri, 13 May 2011 00:29:48 -0700 Mit dem RollinRestaurant Unter den Linden http://www.einfach-lecker-essen.com/mit-dem-rollinrestaurant-unter-den-linden http://www.einfach-lecker-essen.com/mit-dem-rollinrestaurant-unter-den-linden

Am vergangenen Samstag haben Björn, Paul und ich das RollinRestaurant zum zweiten mal geöffnet. Wie schon bei der Premiere im BetaHaus haben wir auch 2 Monate später wieder 20 Menschen eingeladen, die als Begleitung einen Freund mit einer anderen Nationalität mitbringen sollten. Für das nächste mal lassen wir uns da vielleicht was neues einfallen.

Wieder saßen 40 Gäste aus über einem dutzend Nationen an einer langen Tafel, welche schon am Nachmittag vom Team von Mokador im Base_camp wunderschön hergerichtet wurde. Einige Passanten, die in der späten Abendsonne durch die riesigen Fenster des Ladengeschäft kiebizten, wunderten sich zumeist mt staunenden Bllicken was denn da in dem "Handyladen" passiert. Es war ein Abendessen mit einem Haufen gut gelaunter Menschen:

Die Herausforderung bestand darin, dass es vor Ort keine Küche gab und wir somit das gesamte Menü am heimischen Herd vorbereiten mussten. Die Konsequenz: Das Menu wurde komplett kalt geplant, vorbereitet und kalt serviert.

Menu_rollinrestaurant

Das kalte Menu des RollinRestaurant.

Vor Ort haben wir dann nur noch ein paar letzte Handgriffe am Vorbereitetem gemacht, die Teller angerichtet und serviert:

Ohne Küche richtet man auf Biertischen im Nebenraum an und hat Zeit selber zu servieren.

Wer das Menu oder Teile davon nachkochen möchte, findet hier alle Rezepte und die Fotos. Jedes Rezept gilt für 4 Personen:

Jakobsmuschel-Carpaccio mit Champagnerglasur und Trüffel-Parmesan-Creme

6 Jakobsmuscheln
1 dl gehackter Dill
1 dl gehackter Schnittlauch
3 Estragonblätter
1 Schalotte
2 dl Champagner
1 Blatt Gelantine
100 gr Philadelphia
50 gr geriebener Parmesan
Trüffelöl
Zeste einer halben Zitrone
Salz/Pfeffer
Frühlingssalate
Olivenöl
Zitronensaft

Jakobsmuscheln: Kurz auf allen Seiten in Butter anbraten, abkühlen lassen und in Dill und Schnittlauch wenden. Salz und Pfeffer dazugeben. Die ganzen Muscheln in einer Schale für 2 Stunden in den Gefrierschrank geben, so dass sie ein bisschen fester werden und später einfacher zu schneiden sind.

Champagner-Glasur: Die Schalotte halbieren und im Champagner mit Estragon aufkochen. 5 Minuten ziehen lassen und die Schalotte und den Estragon entnehmen. Die Gelantine 5 Minuten in kaltem Wasser aufweichen, dann das Blatt in die warme Flüssigkeit geben und mixen. Abkühlen lassen.

Trüffelcreme: Philadelphia, Parmesan, Zitronenzeste, Salz & Pfeffer zu einer Creme verrühren. Vorsichtig nach und nach wenig Trüffelöl dazugeben. Man soll die anderen Zutaten noch schmecken. Wir haben ungefähr einen Teelöffel voll benutzt.

Anrichten: Schneidet die Muscheln in sehr dünne Scheiben und legt diese auf einem Teller aus. Nehmt einen Pinsel und streicht mit Champagnercreme für einen schicken Glanz über die Muscheln. Legt einen Löffel Trüffelcreme daneben und gebt ein paar Salatblätter dazu, die ihr vorher mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer leicht mariniert habt.

The_rolling_restaurant_-_base_camp_047

Zur Vorspeise gab es einen kleinen Salat und verschiedene Sauerteigbrote mit Nesselbutter.

Vitello Tonnato reconstructed

400 gr Kalbsfilet
400 gr Thunfisch
12 grüne Spargel
6 Wachteleier
6 Cocktailtomaten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt & 1 TL Olivenöl
1 dl Olivenöl
30 gr Ruccola-Salat
30 gr Basilikum
0,5 dl Mayonaisse
0,5 dl Creme fraiche
1 dl Thunfisch in Öl (ohne das Öl verwenden)
Saft einer halben Zitrone
1 Knoblauchzehe
2 TL Kapern

Tomaten: Jede Tomate halbieren und in einer ofenfesten Form mit dem Olivenöl und dem gehackten Knoblauch im Ofen bei 80 Grad 4 Stunden ziehen lassen.

Kalbsfilet: Das Fleisch kurz in der Pfanne anbraten und dann im Ganzen bei 120 Grad in den Ofen geben. Nehmt ein Thermometer und warten bis der Kern bei 56 Grad ist. Dann das Fleisch herausnehmen und für 30 Minuten ruhen lassen.

Thunfischsauce: Den Thunfisch (ohne Öl) mit Mayonaisse, Creme fraiche, Zitronensaft und der Knoblauchzehe in den Mixer geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kalt stellen.

Kräuteröl: Öl, Ruccola und Basilikum in den Mixer geben und eine Minute laufen lassen. Das Gemsich durch ein Passiersieb geben, so dass nur Farbe und Geschmack bleiben - keine Stückchen.

Thunfisch: Den Thunfisch in 3x3 cm große längliche Stücke schneiden. Den Thunfisch an allen langen Seiten kurz anbraten, so dass der Fisch außen Farbe bekommt, aber innen roh bleibt. Sofort in den Kühlschrank stellen und vor dem servieren in 2 cm lange Stücke schneiden.

Spargel: Den Spargel blanchieren, also nach kurzem Kochen direkt in Eiswasser legen. Ihr braucht für den Teller nur großzügig geschnittene Spargelspitzen.

Wachteleier: Ein Wachtelei dauert in kochendem Wasser ca. 3 Minuten, dass es nicht ganz hart wird. Das wollt Ihr haben.

Anrichten: Macht einen bunten Teller, den Ihr schön findet und garniert alles mit den Kapern. Unserer Teller sah so aus:

The_rolling_restaurant_-_base_camp_053
Der bunte Teller kam als Hauptspeise.

Weiße Schokoladenmouse mit Rhabarbersuppe

200 gr weiße Schokolade
4 Eigelb
50 gr Zucker
3 dl Sahne
500 gr + 200 gr Rhabarber
5 dl Wasser
2 dl Zucker
2 TL gehackte Pistazienkerne

Mousse: Die Eigelb und den Zucker zu Schaum schlagen. Die Schokolade vorsichtig schmelzen. Die Sahne schlagen. Die nicht zu warme Schokolade unter das Eigemisch heben und die geschlagenen Sahne unterrühren. Mindestens 3 Stunden kaltstellen.

Kürbis: Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Das Wasser mit dem Zucker zu dünnem Sirup einkochen. 500 gr Rhabarber in einer ofenfesten Form auslegen und mit dem Sirup begiessen. 10 Minuten im Ofen lassen, bis der Rhabarber weich ist, aber noch zusammenhält. Wenn der Sirup zu süß ist, Wasser dazu geben, ansonsten die anderen 200 gr Rhabarber nachgeben und nochmal für 5 Minuten in den Ofen geben. Den Rhabarber abkühlen lassen und dann den Sirup, der zu einer süßen Rhabarbersuppe geworden ist, durch ein Sieb geben, so dass dieser keine Stückchen mehr hat. Kalt stellen.

Anrichten: Den Rhabarber in 4 cm lange Stücke schneiden und in einer Suppenschale auslegen. Das Mousse oben drauf oder daneben legen. Das Mousse mit den Pistazien garnieren. Den Sirup erst am Tisch aus einer schicken Flasche dazugeben - da erntet man auch zu Hause ein nettes „Ah“ und „Oh“.

Dessert

Die Suppe kam erst am Tisch dazu.

Nach dem servieren des Dritten Ganges waren wir glücklich, konnten wegen ein bisschen viel produziertem Schokomouse noch reichlich Nachschlag an beseelt dreinschauende Gäste verteilen und uns selber auch noch den Bauch vollschlagen.

The_rolling_restaurant_-_base_camp_081

Es schmeckt einfach besser, wenn man mit den Händen isst.

Vielen Dank an Sachar, der als erster zu der Idee "Ja" gesagt hat und an Robin, mit dem wir ebenso unkompliziert wie mit Tobias von Mokador zusammengearbeitet haben. Paule nannte es ab irgendeinem Zeitpunkt am Abend ein Heimspiel: So hat es sich angefühlt. Richtig richtig gut. Die Fotos kommen von Michael, dem wir ebenfalls sehr dafür danken, dass wir nun ein Dinner dokumentiert bekommen haben.

Wenn Ihr beim nächsten mal dabei sein wollt, sobald das RollinRestaurant wieder eröffnet, dann informiert euch entweder hier auf dem Blog, folgt mir auf Twitter oder schickt uns eure Email hierher - wir setzen euch dann einfach auf die Liste und sobald wir die nächste Einladung online stellen, bekommt Ihr eine kurze Notiz.

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Sun, 01 May 2011 11:10:00 -0700 Jakobsmuscheln mit Spargelsalat http://www.einfach-lecker-essen.com/jakobsmuscheln-mit-spargelsalat http://www.einfach-lecker-essen.com/jakobsmuscheln-mit-spargelsalat

Wer beim nächsten Grillen eine schöne Antipasti servieren will, der ist an dieser Stelle richtig. Jakobsmuscheln eignen sich als kleiner Happen vorweg großartig und mit Estragon & Minze kommen die Geschmacknerven ganz ordentlich in Wallung. Spargel..., ach Spargel geht immer und ist als Salat einfach lecker.

Jakobsmuscheln_spargelsalat_gurken

Die Zutaten:
3 Jakobsmuscheln
Die Bätter von 2 Estragonzweigen (fein gehackt)
Die Blätter von einem Zweig Minze (fein gehackt)
1/3 einer Zucchine (in gleichgroße Stücke schneiden)
5 Stangen Spargel (geschält, und in gleichgroße Stücke schneiden)
80 gr Creme Fraiche
Saft einer halben Orange
1/4 Gurke
1/2 Schalotte
milder Essig
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Die Jakobsmuscheln abtupfen und wenig gesalzen auf den Grill legen bis sich ein paar Streifen bilden. Jakobsmuscheln können, vielmehr sollten, innen noch glasig sein. Die schmecken dann einfach besser. Also nur kurz auf den Grill, gern bei großer Hitze. Estragon und Minze auf einem Teller vermengen und die Seiten der abgekühlten Jakobsmuscheln darin wälzen.

Den Spargel in Salzwasser bissfest garen. Die Zucchine kurz auf den Grill legen, bis sich ein paar schicke Streifen bilden. Creme Fraiche mit dem Orangensaft, Pfeffer, Salz und einem Schuß Olivenöl vermengen. Dann über das fertige Gemüse geben.

Gurke und Schalotte in Stifte schneiden, vermengen und mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer marinieren.

Alles so anrichten wie es euch gefällt. Wer die doppelte Portion macht, hat ausreichend Starter für 4 Personen.

Hier findet ihr noch mehr Spargelrezepte.

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Wed, 27 Apr 2011 04:49:00 -0700 Livelesung: Teufelsfrucht von Thomas Hillenbrand http://www.einfach-lecker-essen.com/livelesung-teufelsfrucht-von-thomas-hillenbra http://www.einfach-lecker-essen.com/livelesung-teufelsfrucht-von-thomas-hillenbra

Ein kurzer Veranstaltungshinweis: Heute Abend um 19:00h liest Thomas Hillenbrand aus seinem kulinarischen Krimi "Teufelsfrucht" im Livestream bei Lovelybooks.

Teufelsfrucht

"In diesem kulinarischen Krimi hat der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer mit ernsten Problemen zu kämpfen: in seinem Restaurant bricht ein Gastro-Kritiker tot zusammen, Kieffer steht unter Mordverdacht und er muss die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen!"

Hillenbrand arbeitete bei der Financial Times Deutschland und als Ressortleiter für Spiegel online, ist begeisterter Hobbykoch mit einer Schwäche für Luxemburg und legt mit Teufelsfrucht sein erstes Buch vor. Er beantwortet nach der Lesung fragen und verlost 5 signierte Exemplare des Krimis.

Das Buch ist bei Kiwi erschienen. Hier gibt es eine Leseprobe (pdf).

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Wed, 27 Apr 2011 01:54:00 -0700 Das BetaDinner wird zum RollinRestaurant. Die Einladung! http://www.einfach-lecker-essen.com/das-betadinner-wird-zum-randomdinner-wer-ist http://www.einfach-lecker-essen.com/das-betadinner-wird-zum-randomdinner-wer-ist

Update: Wir sind ausgebucht. Alle weiteren Anmeldungen landen auf der Warteliste.

Das BetaDinner am 05. März war unser erster Versuch 40 Leute aus vielen verschiedenen Ländern an einen Tisch zu bringen, um richtig lecker zu essen und einen launigen Abend zu haben. Das hat damals dank fantastischer Gäste geklappt und nun legen wir nach.

Rollindinner

Wir laden 20 von euch zu einem Abendessen in Berlin Mitte ein und es gibt nur zwei Bedingungen: Ihr wollt einen großartigen Abend mit tollen Menschen verbringen und ihr bringt alle einen Freund oder eine Freundin mit. Nicht irgendeinen, sondern einen der einen anderen Pass besitzt als ihr. Wenn ihr einen deutschen Pass habt, bringt Ihr einen italienischen Freund mit. Wenn Ihr aus Norwegen kommt, bringt Ihr einen Freund aus Brasilien mit, usw.

Damit bekommen wir 40 Leute aus X Ländern an einen großen Tisch und sorgen gemeinsam für eine tolle Zeit. Für euer leibliches Wohl sorgen wir in drei Gängen - wir haben uns was vorgenommen. Dazu gibt es Bier, Wein und Wasser und die ein oder andere Überraschung.

Wenn Ihr am 07.05.2011 um 19:30h ins RollinRestaurant in Berlin wollt, dann tut Ihr einfach folgendes:

1. Email an rollinrestaurant@googlemail.com. Die ersten zwanzig Anmeldungen plus Begleitung sind dabei.

2. Auf Bestätigungsemail warten & pro Person 30,00 Euro überweisen.
3. Am Freitag, den 06.05.2011 schicken wir euch eine Email und geben das Menu & den genauen Ort des RollinRestaurant am 07.05.2011 bekannt.

Da wir mit dem Abend kein Geld verdienen wollen, sondern einfach nur eine gute Zeit haben wollen, können wir drei Gänge für 30,00 Euro anbieten, brauchen es aber eben auch vorab. Die Getränke sucht ihr euch am Abend selber aus und bezahlt sie dann auch einfach dort. Wir sorgen gemeinsam mit der Location für extrem faire Preise.

Der Abend ist für Allesesser. Es gibt keine vegetarische Variante. Ihr solltet gern Essen und gern mit guten Menschen zusammen sein, dann kann nichts schiefgehen. Im Gegenteil, dann versprechen wir eine großartigen Abend und freuen uns auf Eure Anmeldungen!

Diesen Beitrag findet Ihr bei Björn im Blog auch noch einmal auf englisch, falls ihr die Einladung auch an Freunde weitergeben wollt, die kein deutsch sprechen.

P.S.: Solltest Du kommen wollen, aber niemanden aus einem anderen Land kennen, dann schreib das doch einfach hier in einen Kommentar und schau gleichzeitig mal bei Björn vorbei. Vielleicht sucht dort ja auch jemand eine Begleitung. Tut euch einfach zusammen!

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