Butterbrote: Weil ein Steaksandwich mich zu sehr fordert

Wer wissen will wie man sich einen Abend so richtig versauen will, der lese nun mit Bedacht und recht aufmerksam die folgenden Zeilen: Man nehme ein Baguette von gestern, was eine gewisse Grundhärte erreicht hat, weil man es nicht richtig gelagert hat. Das Brot halbiert man ohne Bedacht, so dass es keine geraden Schnittflächen gibt, sondern die Hälften Eiger-Nordwand-Steile Schnittflächen bekommen, so dass man es auf gar keinen Fall belegen kann ohne das alles hinterrutscht. Man nimmt Dijon-Senf und bestreicht diese Flächen lieber mit zu viel als mit zu wenig davon. Parallel schneidet man hektisch und egal wie zur Faser beste Oberschale vom Rind, die man eigentlich zu Rouladen verwerten wollte, aber aus Faulheit lieber ein Steaksandwich plant, in ungleiche Streifen. Diese gibt man mit zu viel Salz und zu wenig Pfeffer in eine Pfanne, wartet so lange bis der Fleischsaft komplett herausgetreten ist und rührt laufend um, in der Hoffnung, dass sich das dann schon gibt.

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