Jamies 30 Minuten Menüs: Ein Blick ins Buch.

Jamie Olivers neues Kochbuch "Jamies 30 Minuten Menüs" liegt seit ein paar Tagen bei mir auf dem Esstisch. Ich habe ein bisschen gelesen, viel geguckt und geblättert, aber noch nichts daraus nachgekocht. Das mache ich in den kommenden Wochen aber ganz sicher.

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Auf dem Cover der Koch & viel Glanz.

Auf 287 Seiten werden von Jamie Oliver 50 Menüs vorgestellt. Alle sollen in 30 Minuten zubereitet sein, wenn man die Einkäufe erledigt hat und das Material, was man zum Kochen benötigt griffbereit liegt. Dazu gibt Jamie Oliver eine Übersicht, was man so alles in der Küchen haben sollte; nicht übertrieben, aber auf einmal wird man sich das auch nicht alles kaufen (können).

Wie gewohnt sind die Menüs mit wunderschönen Fotos der fertigen Teller dargestellt. Ich liebe diese Fotos. Da leisten ein Food-Stylist, ein Setdesigner, der Fotograf und wer auch immer sonst noch an solchen Fotos mitarbeitet ganz großartige Arbeit. Das gilt i. Ü. für alle Kochbücher von Jamie Oliver: Die treffen 100%ig meinen Geschmack. Das liegt vor allem daran, dass diese Fotos oft mehr als nur den Teller in Szene setzen, sondern auch die Atmosphäre um die Tischszenerie herum in den Fotos zur Geltung kommt. Ich kann nicht anders und versuche mir so manches mal vorzustellen wie der Tisch, der Raum und die Menschen um das Bild herum aussehen könnten, warum sie zum Essen zusammengekommen sind und worüber gesprochen wird.

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Ich mag diese Art Fotos sehr!

Fast von jedem Schritt im Menü gibt es eine Abbildung, die es ein wenig einfacher machen soll die Rezepte nachzukochen.

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Fotos mit Schritt-für-Schritt Anleitungen

Ausserdem kam man sich auf der Webseite von Jamie Oliver einige How To's angucken und Tips abholen - eine schöne Ergänzung. Für diejenigen unter euch, die selber einen kurzen Blick ins Buch werfen wollen:

Das Kochbuch bietet viel Inspiration, sehr viel - für meinen Geschmack ist es ein bisschen zu viel. Zu überladen. Die Schrift ist sehr klein. Die Fotos dazu sind  teilweise unübersichtlich angeordnet, so dass man als Kochlaie Schwierigkeiten haben dürfte unter dem Druck der 30 Minuten den Überblick zu behalten. Mir ist das schon beim Lesen schwergefallen. Dazu kochen? Ich bin mir nicht so sicher, ob das Konzept aufgeht. Vor allem frage ich mich was diese Idee soll? In meinen Augen hat Jamie Oliver sein Kochbuch völlig am Thema vorbei betitelt & beschrieben - zum ersten Mal. Kochen zu einem täglichen wichtigen Bestandteil des Tages zu machen, gesunde Ernährung, Spaß an der Zubereitung, gemeinsames Essen und dampfende Schüsseln an gut besetzten Tischen rücken mir viel zu sehr in den Hintergrund. Der Druck der 30 Minuten lässt all das für meine Gefühl erst an zweiter Stelle kommen. Alles nur wegen des mich hektisch werden lassenden Titels und der Einbettung der Menüs in einen Context, den ich merkwürdig finde. 30 Minuten kochen und rauf aufs Treppchen finde ich einfach den verkehrten Ansatz in der Heimküche. Genug davon.

Das Kochbuch ist inspirierend geschrieben & wunderbar fotografiert. Ich lese und bekomme Hunger und lege im Kopf die Einkaufslisten an, überlege mir wie ich dies oder das anders machen würde und wann ich die Neuentdeckungen zum ersten Mal auftischen werde. Ich muss mich allerdings dazu zwingen mir nicht die 30 Minuten vorzunehmen, denn das löst bei mir Stress aus. Ich koche das auch gerne in 45 Minuten oder einer Stunde. Vielleicht auch mit einem Freund zusammen oder doch allein. Vollkommen egal, solange ich eine gute Zeit habe und etwas leckeres zu Essen auf den Tisch kommt. Das wird sicher auch durch dieses Buch geschehen.

Mein Dank gilt Karla Paul von Lovelybooks, die eine Bloggeraktion ins Leben gerufen hat an der ich in Gänze nicht teilnehmen kann, weil ich am Donnerstag in den Urlaub verschwinde. Wie schön, dass ich trotzdem einen Blick ins Buch werfen durfte. Allen die in den kommenden Wochen an den Herd gehen und über ihre Erfahrungen schreiben werden, wünsche ich schon jetzt reichlich Spaß und hugrige Gäste. Ein Tipp: Plant für das Kochen einfach von vornherein eine Stunde ein, schaut erst nach dem Kochen auf die Uhr und lasst es Euch schmecken.

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Essen wie es im Buche steht

Ich habe im Moment mal wieder viel zu viele Bücher zu Hause, die sich einzig und allein ums Essen drehen. Stimmt nicht ganz, es sind nicht zu viele Bücher, sondern ich habe viel zu wenig Zeit mich damit zu beschäftigen. Ich habe mit Anthony Bourdains Ein Küchenchef reist um die Welt bereits angefangen und bin bisher von seinem Stil und der Einstellung zum Essen, die er mit dem Buch vermittelt, schwer begeistert - bald schreibe ich dazu ein paar Worte mehr.

Außerdem haben sich in den vergangenen Wochen ein paar andere Bücher in meinen Besitz geschlichen:

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1. Allan Bay's Ein Fest für die Sinne habe ich von meinem Freund Paul geschenkt bekommen, der selber sehr gerne und gut kocht. Er sagt es sei eine Mischung aus Kochbuch und Roman - ich bin sehr gespannt; schick aussehen tut es in jedem Fall.

2. Vor ein paar Wochen habe ich bereits eine Ausgabe von wir kochen gut von 1968 bekommen. Der Klassiker ist inzwischen in der 37. Auflage. Ich schätze ein absolutes Muss für jeden Hobbykoch. Mehr Nachschlagewerk für grundsätzliche Rezepte zum Variieren als kreatives Kochbuch.

3. Das Goethe Kochbuch habe ich mir selber vor einigen Monaten in Weimar gekauft. Mir hat ein Freund, der dort studiert hat, die Stadt und natürlich das Goethehaus gezeigt und ich empfand dieses Buch als das passende Mitbringsel aus dem kleinen Laden im Haus. Eine Mischung aus Geschichten aus der Zeit Goethes und Rezepten der meist sehr einfachen Mahlzeiten, die im 18. und 19. Jahrhundert zubereitet wurden.

4. Zu guter letzt ein wunderbares Buch über regionale Spezialitäten aus Deutschland: Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken von Sabine Herre. Jürgen Dollase schrieb über dieses Buch »... Der Leser erfährt hier gut recherchierte Details vom Hinterwälder Rind, vom Schwäbisch-Hällischen Schwein ... und von den Flußkrebsen aus der Eifel, vom Westfälischen Pumpernikel und von den Teltower Rübchen ...«

Na dann hör ich mal auf zu schreiben und fange mit dem Lesen an...

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