Rezept: Pho gegen den Kater

Nachdem Karla mich vor ein paar Wochen gebeten hatte ein anständiges Rezept für Pho aus Vietnam mitzubringen und meine Schwester in den Kommentaren verständlich machte, sie hätte das beste Pho Rezept der Welt am Start, musste sie ran. Elise hat aufgeschrieben wie man gute die weltbeste Pho in Hamburg macht. Im Übrigen zum gleichen Zweck wie ich sie in Vietnam gegessen habe...

Elise

Die Schwester: Elise

Wie ja schon hier von Paul berichtet, ist das allerbeste Rezept gegen den Kater: vietnamesische Pho-Suppe. Es gibt zig Variationen davon, meine schmeckt mir zugegebenermaßen am allerbesten (außer diese hier, in einem der besten vietnamesischen Restaurants Londons). Das Rezept ist nicht wirklich kompliziert, aber man sollte Zeit einplanen für die Suppe, so dass durch langes Kochen wirklich der gesamte Geschmack aus den Zutaten rauspurzeln und in der Suppe landen kann. Am besten ist es tatsächlich, einfach mehrere Liter der Brühe herzustellen, man kann das Ganze ja in handlichen Portionen einfrieren und an kalten oder anstrengenden Tagen (gerne auch Morgenden) fix auftauen und zusammenwürfeln.

Man braucht:

  • 1 Zwiebel
  • 100 g Ingwer
  • 5 Sternanis
  • 10 Gewürznelken
  • 5 Zimt-Cassis (wenn man es bekommt, sonst geht es auch ohne)
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 2 Zimtstangen
  • 1-2 Pfund Suppenknochen
  • 1 dicke Beinscheibe vom Rind
  • ca. 1-2 Pfund Rinderrücken (geht natürlich auch in teuer und man kann Filet nehmen)
  • Fischsauce (ich bevorzuge milde von Tiparos)
  • brauner Zucker
  • Banh Pho (im Asialaden erhältliche Reisbandnudeln, ich bevorzuge 3mm Stärke)
  • 2-5 frische Limetten (je nach Essern)
  • frische Soja- oder Mungobohnensprossen
  • frisches Thaibasilikum (die Blätter dürfen noch keine schwarzen Flecken haben!)
  • frischer Koriander
  • frische kleine knallscharfe rote Chilis
  • 1 sehr großen Topf
  • 1 sehr scharfes Messer


Also, ich leg mal los:
1 Zwiebel (ganz, mit Schale!) durchschneiden, mit der Schnittfläche nach unten ca. 10 Minuten in einem Topf schwärzen. 100g geschälten Ingwer anquetschen (mit nem Topf draufhauen oder so) und auch mit bräunen (und ich meine bräunen, fast schon schwärzen!).

5 Sternanis, 10 Nelken, 5 Zimt-Cassis, 1 TL Fenchelsamen, ebensoviele Koriandersamen und 2 Zimtstangen eine halbe Minute mitbräunen.
Dann ca. 3 Liter Wasser draufgießen. 1-2 Pfund gute Rinderknochen (ich nehme meistens einen Mix aus Sandknochen und Fleischknochen, was gerade beim Schlachter da ist) und 1 Beinscheibe vom Rind dazutun.

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass das Biofleisch sein MUSS? (Anm. d. Bruders: Ja, ist es :-)

Nach dem ersten Aufkochen den oben schwimmenden Schaum abschöpfen und der ersten halben Stunde dies immer mal wieder wiederholen. So wird die Supper schön klar. Gut 2-3 Stunden das Ganze köcheln lassen. Dann die Knochen herausfischen, oft fällt von der Beinscheibe das Fleisch schon von alleine ab. Das wird auch aufgehoben und später wieder in die Suppe getan.

Die Suppe wird dann erstmal abgeseiht und von allen Gewürzstückchen befreit. Jetzt kommt das persönliche, die Würze. Ich füge meistens mindesten 5 Esslöffel Fischsauce hinzu, eine gute Prise Salz braucht es auch. Allerdings immer vorsichtig würzen, das kann man später auf dem Teller noch verstärken. Wichtig ist auch brauner Zucker, ca. 1-2 Eßlöffel. Der trägt ganz ungemein den Geschmack. In vielen Rezepten steht Palmzucker, den nehme ich aber nur, wenn ich mir sicher sein kann, dass er nicht von Plantagen kommt (also eigentlich nie).
Fertig ist die Suppenbasis!

Der Rest wird immer erst kurz vor dem Essen erledigt. Als erstes stell ich mir die Suppenschüsseln hin, am besten ganz große, in die viel hineinpasst, so bleibt die Suppe bis fast zum letzten Schluck heiss. Der Rinderrücken wird ca. 2 Stunden vorm Anrichten eingefroren und dann leicht angefroren in hauchdünne Scheiben geschnitten (wie Carpaccio) und ein Teil wird in die Suppenschüsseln gelegt.

Banh Pho nach Packungsanweisung kochen, auf die Suppenschüsseln verteilen. Die Soja- oder auch Mungobohnensprosen gut heiss abwaschen und auch eine kleine Portion auf die Nudeln geben. Dann einige weitere Scheiben des Rinderrückens auf das Ganze türmen.

Zum Schluß die gewaschenen und gezupften Kräuter Thaibasilikum und Koriander (Thaibasilikum ist zwingend notwendig, in größter Not kann man auf milde Minze zurückgreifen) dazugeben und mit kochendheißer Brühe auffüllen.
Zu den dampfenden Suppenschüsseln wird auf jeden Fall ein Teller zur Selbstbedienung gestellt. Hier drauf liegen: geviertelte Limetten, Sprossen, kleine, in Ringeln geschnittene, sauscharfe Chilis. Alles zum Aufpeppen und Individualisieren der Suppe. Auch sollte man Fischsauce und eventuell Chilisauce auf dem Tisch stehen haben.

Guten Appetit und fröhliches Schwitzen!

Anmerk. d. Bruders: Wer den Aufwand gegen den Kater nicht machen will, der geht zum Vietnamesen seiner Wahl. Das ist aber auch schon das einzige, was genauso gut hilft. Aspirin, Kaffee, frische Luft und irgendwelche Hausmittelchen sind nichts im Vergleich zu dieser Suppe nach einer durchzechten Nacht. Probiert es aus!

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Katerfrühstück in Vietnam

Vor mir sitzt ein kleiner dicker vietnamesischer Junge und nervt seine sichtlich amüsiert telefonierende Mutter abwechselnd mit Schlägen auf die Stuhllehne und Andeutungen den Inhalt Ihrer Handtasche in den leicht nach Kloake riechenden Song Sai Gon zu werfen. Die leichte Brise treibt den Geruch in die Strassen und sorgt gleichzeitig dafür, dass er schnell wieder verfliegt. Die Mutter bleibt ruhig, sie kennt den Knaben und seine Macken wohl. Auf dem müffeligen Fluss schwimmt Treibgut, fahren ein paar rostende chinesische Frachter, krächzende Schlepper aus Holz und Gebilde, die ich nicht als Boot identifiziert hätte. Aber ähnlich wie im asiatischen Strassentumult, ist auch auf dem Wasser einiges anders. Die Definition von Boot geht in etwa so: "Es schwimmt und man kann sich selber damit von A nach B bringen." Alles andere bleibt unwichtig. Meist passen noch ein paar verschnürte Kisten, ein halbes dutzend prall gefüllte Plastikbeutel, ein paar Hühner, diverse Eierpaletten und ein Päckchen eingeschweißte Hemden mit an Bord. Das gilt für die kleinste Djunke auf dem Fluss und für jedes Moped auf den Strassen von Sai Gon.

Den bisherign Rekord im Beladen einer Vespa hält seit gestern Nachmittag ein Bierfahrer: Neun Kisten Tigerbier hinter sich, einen Kasten Heineken zwischen den Beinen. Diese Großtat erlebten wir bei strömendem Regen mit ein paar Zigaretten unter dem löchrigen Plastikvordach eines ehemaligen Hauseingangs im District 1 in Ho Chi Minh Stadt. Der Anblick löste Bewunderung und Durst aus. Zu viel Durst. Wir stillten über die Nacht im Wechsel mit Gin & Tonic und eiskaltem Tiger Beer aus gefrosteten Dosen. Es gibt hier dafür wunderbare Orte: Bars auf Hoteldächern mit philipinisch besetzten Livebands, die gerne amerikanische Klassiker in gesprochener Lautschrift zum Besten geben. Clubs in denen als Polizisten verkleidete Securitys patroullieren oder die nur im dutzend auftretenden Plastikhocker vor den Garküchen der Stadt - auf der Strasse, in Einfahrten, zwischen ein paar hundert Mopeds. Überall dort wo ein paar Quadratmeter Platz sind.

Heute hätten wir dafür büßen sollen, aber die Vietnamesen sind schlau. Sehr schlau und sie teilen Ihr unschätzbares Wissen gern. Noch nie habe ich erlebt wie schnell man die Geister rief und die man in der Nacht zuvor geradezu zwang einem am nächsten Tag Schmerzen zu bereiten, so einfach loswerden kann. Kaffee, Wasser & Aspirin wirken gegen das Nationalgericht der Vietnamesen wie pubertierende Möchtegern- Wachmacher: Pho. Einfache Nudelsuppe. Eine heiße kräftige Brühe mit Reisnudeln, kurz gegartem Rindfleisch oder Huhn & Schnittlauch. Das war's. Dazu gibt es meist die Möglichkeit frischen Basilikum, Chili, ein paar Sprossen und ein wenig Limettensaft dazuzugeben.

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Eine Schüssel davon hat mich heute morgen innerhalb einer halben Stunde vollständig wiederhergestellt. Die Schmerzen, die man uns heute morgen beim Gang aus unserem unklimatisierten viel zu heißen Zimmer noch deutlich ansah bin ich seit Stunden los, dank Suppe.

Der dicke Junge nervt immer noch. Seine Mutter hat inzwischen aufgelegt und damit begonnen alles zu kommentieren was der Bengel so macht. Und immer wieder deutet sie saftige Backpfeifen an. Beide bleiben inkonsequent.

Daneben sitzt seit einigen Minuten ein französisches Paar. Man sieht Ihnen die letzte Nacht an. Deutlich. In einer Stunde geht es Ihnen besser. Sie essen Pho.

Update: Inwzischen gibt es hier im Blog auch ein Rezept für Pho.

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Steckrübeneintopf aus Sirksfelde

Jedes Jahr im Herbst kommt bei mir einmal im Jahr eine ordentliche Erkältung. Ich bin sehr talentiert diese pünktlich im Urlaub ausbrechen zu lassen oder wie in diesem Jahr gleich nach ein paar Tagen auf der Frankfurter Buchmesse. Die überfüllten Messehallen, das viele Hände schütteln, die herzlichen Begrüßungen und der Schlafmangel sind zugleich Auslöser und Nährboden für satte Erkältungen und genau wie einige andere Kollegen, war ich nun auch ein paar Tage ans Bett gefesselt.

Man wünscht sich dann in so einigen Momenten einfach nur von Mama umsorgt zu werden und ein paar Rituale aus der Kindheit. Dazu gehören nicht unbedingt das Inhalieren, widerlich schmeckender Hustensaft und den ganzen Tag völlig gelangweilt im Bett liegen. Vielmehr will man Em-Eukal lutschen, frisch gepressten Orangensaft am Morgen und die heisse Hühnersuppe zum Abend bekommen. Bei uns gehörte genauso dazu, dass man am vermeintlich letzten Tag der Erkältung einen herzhaften Steckrüben-Eintopf bekam. Und zwar mit Wurst und Bauchfleisch. Das war der Schlusspunkt der Erkältung. So etwas wie ein Zeichen, dass die Rückenschmerzen vom vielen Liegen aufhören und man morgen wieder ein paar Stunden am Stück draussen sein durfte.

Ich bin mir nicht sicher, wie genau das Rezept von damals war, aber ich koche es heute so einfach wie möglich und es ist eines der wenigen Gerichte, die ich überhaupt ansatzweise so hinbekomme, dass es so schmeckt wie damals. Alles andere ist noch nicht mal nah am Original-Geschmack. Dieser Eintopf schon.

Steckrubeneintopf

Für einen großen Topf von Mamas Steckrübeneintopf braucht man folgendes:

2 dicke Scheiben Schweinebauch, halbiert
1 TL Butterschmalz
1 TL Sirup (hier: Fichtennadelsirup)
2 Liter Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie, Stengel abschneiden & binden, Blätter zur Seite legen
1 kg Kartoffeln, gut säubern & würfeln
1 kg Steckrübe, schälen & würfeln
4 grobe Knackwürste im ganzen (was immer regional zu bekommen ist, ist geignet)

In einem großen Topf lässt man das Butterschmalz zergehen und gibt gleich die 4 Hälften Schweinebauch dazu. Wenn dieser von allen Seiten gut gebräunt ist gibt man den Sirup in den Topf, wendet das Fleisch ein wenig und giesst die Brühe hinterher. Ebenfalls kommen direkt Kartoffeln und Steckrübe dazu. Sobald alles kocht gibt man für 5 Minuten die Petersilienstengel in den Topf und auch die Knackwürste (was ein Wort!). Die Stengel fischt man nach 5 Minuten wieder raus und kocht den Eintopf ohne Deckel bis die Kartoffeln und die Steckrüben bissfest sind. Den Eintopf auf ein paar Teller verteilen und frisch gehackte Petersilie darübergeben. Bauchfleisch vom Fett trennen, klein schneiden. Ebenso die Wurst schneiden und auf die Teller geben. Reste einfrieren oder großzügig Nachschlag verteilen.

Den Deckel lässt man eigentlich nur deswegen vom Topf, damit die Fenster in der Küche beschlagen und sich ein wohliges Gefühl, wie damals zu Hause in Sirksfelde, durch den wohligen Duft der Steckrüben in allen Räumen verbreitet.

Morgen bin ich wieder gesund und darf ein paar Stunden raus - so war es immer.

Lasst es Euch schmecken.

Noch mehr Suppenrezepte.

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Kalte Gurken-Papaya-Suppe mit Chili & Minze

Suppe_gurke_papaya_chili_minze

Es ist Grillzeit und eigentlich grillt man ja dieser Tage fast jedes Wochenende irgendwo mindestens einmal. Saftige Steaks, leckere Wurst und ein paar Salate sind der Standard der Wochenendmahlzeiten geworden. Befeuert durch die Fussballspiele um 20:30h in den vergangenen Wochen wurde es auch oft ein zweites Mal. Und das bei den derzeitigen Temperaturen, die eine ganze Reihe Menschen beklagen - auffällig im Übrigen, dass es die sind, die den ganzen Winter lang über die Kälte lamentiert haben. Wie kann man sich eigentlich jeden Tag aufs Neue über das Wetter beschweren? Mir egal, ich machs noch nicht. Wenn also Abends reichlich gegrillt wird, kann man Mittags nicht auch noch eine volle Mahlzeit verputzen. Und bei eben der Hitze, fällt das manchmal auch sehr schwer. Abhilfe geben frische, kalte und leichte Gerichte. Der Klassiker unter den kalten Suppen, Gazpacho, hat es mir nie angetan, wobei ich nach dem Lesen des Rezeptes bei Cucina Piccina Lust bekommen habe, den Spaniern noch einmal eine Chance zu geben - wir werden sehen. Ich habe mich für eine kalte Gurkensuppe entschieden, was mehr an den Zutaten im Kühlschrank lag, als dass ich es von langer Hand geplant hätte. Das wichtigste daran ist ein ordentlicher Standmixer, in dem man die Supper zubereitet und ein feines Sieb, durch dass man die Flüssigkeit am Ende einmal durchgibt.

Für 1,5 Liter Suppe benötigt man:
1 Liter Ayran (oder 1/2 Liter Joghurt & 1/2 Liter Wasser)
2 Salatgurken, gewürfelt
1/2 Papaya (90% gewürfelt, den Rest klein hacken)
1 Chilischote samt Kerne
ca. 8 Blätter frische Minze
Salz

Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Den Ayran mit der Gurke und dem gewürfelten Papayafleisch in den Mixer geben und 1-2 Minuten mixen, bis eine sämige Konsistenz entstanden ist. Probieren und salzen, falls der Ayran das nicht ausreichend übernommen hat (schafft der fast nie, bei soviel Gurke). Dann gibt man die Chili und die Minzblätter dazu und mixt noch einmal für ca. 1 Minute. Schärfe und Aroma brauchen ein bisschen um sich zu verteilen, also vor dem Abschmecken (mit ein bisschen mehr Salz) kurz warten. Wenn man zufrieden ist, gibt man den Inhalt des Mixers durch ein feines Sieb und stellt die Suppe mindestens eine halbe Stunde kalt.

Servieren kann man dann im Becher, im Glas oder auf einem Teller, spielt alles keine Rolle. Ich habe das gehackte Papayafleisch in den Teller getan, die Suppe dazugegeben und ein bisschen Minze und Chili im Teller verteilt, damit alles ein bisschen schöner aussieht. Das schmeckt lecker und zwei Teller davon am Mittag reichen aus, um durch den heissen Tag zu kommen und um sich auf die Steaks vom Grill am Abend zu freuen. Lasst es Euch schmecken!

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Rezept: Kartoffelsuppe mit reichlich Spargel

Ein weiteres sehr einfaches Spargelrezept, was man simpel und mit wenigen Zutaten auf den Tisch bringen kann: Kartoffelsuppe mit ganz viel weißem Spargel.

Kartoffelsuppe_spargelsuppe
Für 4-6 Schalen braucht man:
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
4 große mehlige Kartoffeln
1/2 Orange
1 kg weißen Spargel
Salz, Öl, 1 EL Butter, frisch gehackte Petersilie

So funktionierts:
Den Spargel schälen und von den Enden befreien. Die Schalen und die Enden in 2 Liter gesalzenem, leicht gezuckertem Wasser mit einer halben Orange aufkochen und ca. 40 Minuten auf Mittlerer Hitze vor sich hinköcheln lassen.

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Von Hühnerbrühe im Januar, die den Kampf gegen DAISY gewinnen wird

Gibt es etwas besseres als heiße Hühnersuppe, wenn es draussen klirrend kalt ist? Da sich das Jahr 2010 bisher nicht von seiner warmen Seite zeigt und die Nachrichten seit Tagen eine gewisse Daisy ankündigen, sind also beste Vorraussetzungen, um eine Brühe aufzusetzen, die man pur oder als Basis für schmackhafte Suppen, ein leckeres Risottto oder Soßen benutzen kann. Da ich beim Brühe kochen immer den größten Topf nehme, fülle ich später die Reste in Gefrierbeutel, so daß ich immer ein bisschen selbstgemachte Hühnerbrühe griffbereit zum Auftauen habe.

Hühnerbrühe ist denkbar einfach, voller gesunder Zutaten und wie oben schon gesagt, kann man davon gar nicht genug haben, denn so viele Gerichte freuen sich über die Zugabe von selbstgemachter Brühe. Ausserdem wird durch die lange Kochzeit die ganze Wohnung mit diesem wohligen Geruch, der Wärme und den beschlagenen Küchenfenstern belohnt, die mich sofort zurück in meine Kindheit katapultieren.

Hhnersuppe

Das ist die Einkaufsliste:
1 Suppenhuhn (ca. 1-1,5 kg), 2 große Zwiebeln, 4 Karotten, 1 kleiner Knollensellerie, 1 Stange Lauch, 4 Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke, 1 Bund Petersilie, 5 schwarze Pfefferkörner, Salz, 3 Liter Wasser

So funktioniert's:

Das Huhn muss man einmal ordentlich abwaschen und trocknen. Dann gibt man es am besten mit eiskaltem Wasser in einen Topf und lässt es ganz langsam anfangen zu kochen. Ich tue sogar meisten noch zwei Paletten Eiswürfel mit hinein. So hab ichs bei Muttern gelernt. Durch das langsame Erwärmen aus dem eiskalten Zustand soll sich das Fett wohl besser absetzen (vielleicht kann das jemand ergänzen, der es weiß). Ich habs noch nie anders gemacht, weswegen ich dazu nichts sagen kann und mit dem Fett hatte ich so nie Probleme. Also kommt hier weiterhin Eis in mein Kochwasser. Dann putzt und zerkleinert das Gemüse grob. Bei Zwiebel und Knoblauch bleibt die Schale dran und die Zwiebeln werden nur halbiert und auf der Schnittfläche in einer Pfanne mit ein bisschen Öl fast schwarz gebraten (kurz vorher rausnehmen) - das sorgt für goldene Farbe und ein bisschen Süße in der Brühe.

Wenn das Gemüse und die Kräuter soweit bereit liegen, sollte das Huhn das erste mal kurz aufgekocht sein und man stellt den Topf auf niedrige Temperatur und gibt alles zum Huhn mit in den Topf. Jetzt kann die Brühe gerne 2 - 2,5 Stunden vor sich hin simmern, wobei man darauf achten sollte, dass die Temperatur schön niedrig ist - so dass keine Blasen auf der Oberfläche entstehen. Während die Brühe zieht, kann man immer mal wieder Schaum abheben und nach ca. 2 Stunden prüft man, ob das Huhn gar ist. Wenn sich das Fleisch vom Knochen ohne Aufwand löst, ist es soweit - anosonsten gibt man der Brühe noch ein bisschen mehr Zeit.

Den Topfinhalt gibt man jetzt durch ein Sieb und entfettet die Brühe. Das geht am einfachsten, wenn man die Brühe kalt werden lässt und dann das Schmalz von der Oberfläche schöpft. Das Fett kann man im Kühlschrank aufbewahren und zum Braten benutzen. Für die erste Suppe kann man in der Brühe Saison-Gemüse erhitzen und ein bisschen Fleisch vom Huhn lösen und kurz mit aufwärmen. Mit einem Klacks Pesto auf dem Hühnchen ist die erste heisse Suppe des Jahres ein Gedicht. Lasst es Euch schmecken.

Die restliche Brühe, die man nicht direkt verbraucht, füllt man am einfachsten ab, indem man Gefrierbeutel in eine Messbecher hängt und den Rand oben umschlägt. Dann die Brühe in den Beutel giesst und diesen verschliesst. Da spart man sich eine ziemliche Sauerei, die zumindest ich früher gern mit einer Kelle in der einen Hand und einem Gefrierbeutel in der anderen Hand veranstaltet habe.

Mit der ersten heissen Suppe heute und den Vorräten im Gefrierfach kann nichts mehr passieren: Schon der erste Teller könnte das Entlein Daisy zum Schmelzen bringen. Und wenn nicht? Einfach weiteressen. Daisy wird gehen, aber gute Suppe wird es ewig geben

Steckrübeneintopf
Gemüsesuppe
Kartoffelsuppe mit Spargel

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Rezept: Heiße Gemüsesuppe für die ersten kalten Tage im Herbst

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Der Herbst ist so schnell gekommen, dass man sich gar nicht langsam ans Heizung aufdrehen gewöhnen konnte. Gestern noch in der Sonne sitzen und Kaffee trinken und heute schon beim Fahrrad fahren die Handschuhe dabei. Um der ersten Erkältung des Jahres vorzubeugen sind heiße Suppen mit ordentlich was drin nicht nur hilfreich, sondern auch lecker. Der Klassiker ist die Hühnersuppe. Ich habe hier eine schnelle einfache Gemüsesuppe gemacht. Die Menge reicht mit 1-2 Scheiben Butterbrot für 2-3 Personen.

Die Zutaten:
knapp 2l Brühe (selbstgemacht ist gut, aber wenns schnell gehen soll geht auch Brühe, dann in Bio-Qualität)
1 Karotte
1 Petersilienwurzel
2 Hände Bohnen
1 Zucchini
1 Kartoffel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
1 gr. Glas Weißwein

Olivenöl, Salz, Pfeffer

So geht's:
Das gesamte Gemüse putzen, schälen und so klein schneiden, wie Ihr es später auf dem Löffel haben wollt. Zwiebel, Knoblauch, Petersilienwurzel, Kartoffel und Karotte in einem großen Topf bei mittlerer Hitze in einem ordentlichen Schuß Olivenöl dünsten. Immer wieder umrühren. Bis die Zwiebeln glasig sind und das Gemüse angeröstet ist dauert es ca. 7-8 Minuten. Dann die Hitze aufdrehen, den Wein dazugeben und zur Hälfte einreduzieren lassen. Dann die komplette Brühe aufgießen (am besten schon heiß) und warten bis die Suppe wieder kocht. Die Bohnen dazugeben, zwei Minuten später die Zucchini dazugeben. Sobald die Zucchini in der Suppe sind dauert es noch ca. drei Minuten. In der Zeit kann man noch einmal abschmecken und ganz zum Schluss, vor dem servieren, die Frühlingszwiebel dazugeben.

Die Suppe auf einen Teller geben, ein paar Scheiben Bauernbrot toasten, mit Butter bestreichen und wenn Ihr welche habt, ein paar frisch gehackte Kräuter auf das Butterbrot geben.

Lasst es Euch schmecken und auf das Ihr alle gesund durch den Herbst kommt.

Hühnerbrühe
Steckrübeneintopf

Kartoffelsuppe mit Spargel

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