Rezept: Schweinefilet in Tomatensoße gegart mit Rosenkohl & Pinienkernen

Nachdem ich weiter unten erzählt habe wie man eine gute Tomatensoße herstellen kann, die auf vielerlei Arten auf Euren Tellern Verwendung finden wird, habe ich mich gleich selber dran gemacht und ein paar Schweinefilets darin gegart. Mit ein wenig Rosenkohl und Pinienkernen ergibt das ein sehr leckeres und schnelles Essen.


Die Einkaufsliste für 2 Personen:
300 gr Schweinefilet
3 Kellen Tomatensoße
300 gr Rosenkohl
Pinienkerne
Butter
Salz, Pfeffer, Olivenöl

So funktioniert's:
Ihr heizt den Backofen auf 120 Grad vor und erhitzt dabei darin die Tomatensoße in einer flachen Auflaufform. Parallel wird das Schweinefilet gesalzen und gepfeffert und mit Olivenöl eingerieben. Dieses bratet Ihr von allen Seiten 1-2 Minuten an, so dass es außen schön bräunt. Sobald die Tomatensoße im Ofen warm ist, legt Ihr die Filets oben drauf und drückt Sie ein bisschen in die Soße hinein. Den Backofen auf 100 Grad runterdrehen und die Filets ca. 15 Minuten ziehen lassen.

In der Zeit lasst Ihr den geputzten und am Strunk eingeritzten Rosenkohl in gesalzenem Wasser mit ein wenig Zucker gar ziehen. Einfach kontrollieren wann er Euch gar erscheint. Bissfest ist gut, aber speziell bei Kohl nicht jedermanns Sache. Sobald Ihr den Rosenkohl soweit habt, gießt Ihr das Wasser ab, gebt Butter in den Topf und stellt diesen auf den Herd bei niedriger Temperatur zurück. Den Kohl und die Pinienkerne gebt Ihr dazu und lasst alles ein bisschen anziehen. Sobald die Kerne ein bisschen Farbe bekommen nehmt Ihr den Topf von der Platte und richtet Euch zwei schöne Teller an. Erst Die Tomatensoße, dann das Fleisch und zum Schluss ein bisschenRosenkohl und Pinienkerne darauf geben.

Wichtig ist es wie immer das Fleisch ein paar Minuten unter Alufolie ruhen zu lassen, dann bleibst es rosa und der Fleischsaft bleibt da wo er hingehört - im Fleisch. Viel Spaß beim nachkochen und lasst es Euch schmecken!

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Posted 1 month ago

Leckerer Teller: Wachteln aus dem Ofen mit Rotweinzwiebeln und Mais

Ein schneller Grillteller, den man ganz einfach im Ofen mit Grillfunktion machen kann. Das Silberbesteck von Oma und Opa, was über die Feiertage ja fast täglich auf dem Tisch war, kann im Schrank bleiben, denn es darf mit den Fingern gegessen werden.

Pro Person braucht man dafür:

2 Wachteln
1 Rote Zwiebel
1 Glas Rotwein
1 Maiskolben
Butter
getr. Thymian, Salz, Pfeffer, Olivenöl

So einfach geht's:

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. In der Zwischenzeit die Wachteln putzen und mit Küchenpapier trockentupfen. Rundherum und innen salzen, pfeffern und mit Thymian und Olivenöl einreiben. Die Zwiebel in vier breite Ringe schneiden und in einer feuerfesten Schüssel auslegen. Auf die Zwiebel legt man die Wachteln und gießt den Rotwein soweit in die Schüssel, dass die Zwiebeln komplett darin abtauchen. Die Schüssel kommt nun für 15 Minuten in den Ofen. In dieser Zeit zieht der Rotwein in die Zwiebeln und gibt den jetzt süßen Ringen ein fantastisches Aroma. Die Maiskolben kochen Sie in dieser Zeit in gesalzenem Wasser gar. Nach 15 Minuten die Grillfunktion des Ofens anstellen und die Maiskolben mit hineinlegen. Auf die Maiskolben und die Wachteln gebt Ihr eine ordentliche Flocke Butter und lasst den Ofen noch fünf Minuten an. Danach könnt Ihr alles auf eine Teller legen und losfuttern. Da man hier auf Besteck gerne verzichten kann, solltet Ihr die Servietten nicht vergessen, denn so einfach wie das mit dem Mais und den Wachteln ist, desto glitschiger kann es mit den Zwiebeln sein. Lasst es Euch schmecken!

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Posted 2 months ago

Rezept: Hüftsteak vom Rind rückwärts gebraten

Am 23.12. jeden Jahres feiern wir den Geburtstag einer Freundin von mir. Traditionell treffen sich dort immer eine ganze Menge alte Bekannte und viele Freunde, die nicht nur wegen dieses Geburtstages, sondern auch wegen des anstehenden Weihnachtsfestes in der Heimat sind. Ein Freund sprach mich bei Bier und Zigarette in der Kälte auf der Veranda auf meinen Blog an und meinte es würde das ja alles ganz nett finden, aber es würde ihn nerven, wenn er ständige updates bekäme "wie man Kartoffeln links herum anbrät und am nächsten Tag rechts herum anbrät und am dritten Tag dann vielleicht von oben anbrät". Ich habe darauf hin nicht nur meinen Blog noch einmal durchgeschaut (man erfährt solche Dinge bisher nicht), sondern auch ein bisschen recherchiert, ob man etwas rückwärts oder seitwärts anbrät. Und siehe da ich bin bei Kolja Kleeberg, Chefkoch des Sternerestaurants Vau in Berlin fündig geworden.

Der Mann brät seine Steaks rückwärts.

Hierbei handelt es sich um die Umkehrung des normalen Ablaufes, wie ihn die meisten kennen: Anbraten in der Pfanne und dann im Ofen ziehen lassen. Der Sternekoch sagt, Fleisch hat keine Poren, die sich beim anbraten schliessen müssen, sondern Fasern. Also legt er sein Steak zuerst in den Ofen und bräunt es hinterher in Butter und Öl in der Pfanne, bevor er es serviert. Das musste ich doch mal probieren...


Ich habe also meine Ofen auf 60 Grad eingestellt, ein 220 gr Huftsteak mit Öl und ein bisschen schwarzem Pfeffer eingerieben. Dieses auf ein Stück Backpapier auf den Rost gelegt und ein Rosmarinzweig, sowie eine waagerecht halbierte frische Knoblauchknolle auf das Steak gelegt. 50 Minuten ist das Fleisch im Ofen geblieben und es hat nur sehr wenig Saft verloren. Danach samt Rosmarinzweig und Knoblauchknolle in die heiße Pfanne, salzen und von jeder Seite 1 Minute bräunen lassen. Zum Schluss ein paar halbierte Kirschtomaten und Schalottenringe mit in die Pfanne geben, salzen, pfeffern und servieren. Das Steak ist traumhaft saftig geblieben, aussen braun und innen rosa, wie es sein soll. Die Tomaten geben eine gute Säure und der Knoblauch ist wunderbar süß und man kann die halbierten Zehen aus der Knolle knabbern. Jetzt hat mein Kumpel recht. Im Blog kann man nachlesen wie man ein Steak rückwärts brät und ich finde das eigentlich ganz gut. Lasst es Euch schmecken!


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Posted 2 months ago

Rezept: Senfiges Steckrübenpüree mit Lammfilet und Belper Knolle

Kochen macht doppelt Spaß, wenn es draußen richtig kalt und am besten schon fast dunkel ist. Das wohlige Gefühl, was sich in der ganzen Wohnung ausbreitet, wenn kochende Töpfe in der Küche langsam vor sich hinbrodeln und die Dämpfe durch alle Zimmer ziehen, löst bei mir sofort das Gefühl aus, dass alles gut ist. Wenn diese Gerüche dann später am Tisch in Gestalt von leckeren Wintergerichten auf die Verspeisung warten ist meine Welt in Ordnung. Steckrüben verbreiten so einen Duft. Hier habe ich Sie mit Senf zu einem Püree verarbeitet und dazu ein paar Lammfilets gebraten.

Das sind die Zutaten für 4 Personen:
1 große Steckrübe, gewürfelt
2 Kartoffeln, gewürfelt
250 ml Sahne
1 EL mittelscharfen Senf
250 ml Brühe (am besten vom Rind)
1 EL Butter
600 gr Lammfilet
Belper Knolle (wenn vorhanden)
Muskat, Thymian, Salz, Pfeffer, 2 gehackte Knoblauchzehen, Olivenöl

Und so funktioniert's:
Die Steckrübe mit den Kartoffeln in gesalzenem Wasser gar kochen. Die Sahne und die Brühe dazugeben und mit dem Zauberstab glatt und cremig mixen. Auf den Herd stellen und bei niedriger Temperatur nochmals erwärmen und mit ein bisschen Salz abschmecken und nach und nach den Senf unterrühren, bis man den Senf schmeckt, die Steckrübe aber noch das sagen hat. Kurz vor dem Servieren die Butter unterheben und ein bisschen Muskat drüber reiben.

Dazu passt Lammfleisch. Ich habe die Filets mit Thymian, Salz, Pfeffer und Knoblauch gewürzt und in Olivenöl für 10 Minuten eingelegt. Dann scharf in der Grillpfanne angebraten und für 12 Minuten auf dem Rost im Ofen bei 80 Grad nachziehen lassen. Das Fleisch vor dem Aufschneiden kurz ruhen lassen und dann zum Püree auf den Teller legen.

Die Belper Knolle ist ein Hartkäse, den mir ein Freund geschenkt hat. Überzogen mit Pfeffer und Knoblauch eignet er sich super als hauchdünn gehobeltes Topping zum Fleisch. Wer den Käse gerade nicht zur Hand hat, lässt ihn weg oder nimmt alternativ einen anderen Hartkäse aus Rohmilch. Wer ihn hat sollte beim nächsten mal wenn er Rosenkohl kocht, ein bisschen was davon darüber hobeln - unschlagbare Kombination!

Das wichtigste zum Schluss: Lasst in Zukunft beim Kochen die Küchentür auf, damit der Duft sich ordentlich ausbreiten kann, das lohnt sich ganz einfach fürs eigene Wohlbefinden. Lasst es Euch schmecken!

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Rezept: Hirschragout mit Kastanien und Selleriepüree

Hirschragout habe ich zum ersten mal so richtig lecker in Südtirol verdrückt. Seitdem bin ich ziemlicher Wildragout-Fan und inzwischen habe ich ein sehr einfaches Rezept, was man - mal abgesehen von der Garzeit - mit 30 Minuten Arbeitszeit hinbekommt. Die Garzeit liegt bei ca. 1,5 Std. so dass es sich anbietet das Ragout schon am Vorabend zuzubereiten. Aufgewärmt schmeckt es sowieso nochmal leckerer weil die Aromen dann richtig Zeit hatten sich auszubreiten. Außerdem riecht die Küche dann viel länger nach tollem Essen, was speziell im Winter bei Schmuddelwetter für warm-wohlige Atmosphäre sorgt.

Das sind die Zutaten für 2-3 Personen:
400 gr. Hirschrücken gewürfelt
1 Glas Weisswein
750 ml Gemüsebrühe
2 Karotten gewürfelt
1 Knollensellerie (ca. 500gr) gewürfelt
1 Kartoffel gewürfelt
2 Schalotten
200gr Esskastanien
2 EL gewürfelter Speck
1 EL gehackter Rosmarin
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
1 TL Fenchelsamen im Mörser zerrieben
1 Hand voll geriebenen Parmesan
Salz, Pfeffer, Butter, Öl

Und so geht's:
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und einen Bräter mit einem ordentlichen Schuß Olivenöl auf dem Herd auf mittlere Hitze bringen. Speck, Karotten, 1/4 des Sellerie und eine Schalotte langsam darin angehen lassen. Nach ca. 10 Minuten das Fleisch, Rosmarin und die Kastanien dazugeben. Kräftig salzen und pfeffern. Wenn das Fleisch Farbe bekommen hat, den Wein aufgießen und dann die Brühe bis alles gut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Deckel auf den Bräter und für rund 1 1/2 Std. in den Ofen damit.

Jetzt ist ausreichend Zeit für das Selleriepüree: Dafür eine Schalotte, den gehackten Knoblauch, die Kartoffel und den Sellerie in einer Pfanne mit Olivenöl bei niedriger Hitze angehen lassen. Das Fenchelpulver dazugeben und nach ca. 10 Minuten mit Wasser aufgießen bis alles gut bedeckt ist und weiterköcheln lassen bis der Sellerie weich ist. Die Flüssigkeit zur Hälfte abgießen und dann alles mit dem Pürierstab gut glatt mixen. Ein paar Butterflocken und einen Schuß Olivenöl dazugeben. Mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken, fertig.

Wenn das Fleisch im Bräter fast zerfällt, den Parmesan unterheben und eine ordenliche Kelle vom Ragout in einen tiefen Teller geben. Einen Klacks vom Püree dazu und los. Ich rate dazu doppelt soviel zu machen, wie Ihr essen wollt, weil man das Ragout einfrieren kann und an kalten Wintertagen ganz schnell nochmal was leckeres auf den Tisch bekommt... Lasst es Euch schmecken!

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Rezept: Lammfilets mit Pfifferlingen und Petersilie

Lammfilet gehört m.E. zu den Fleischsorten, die relativ einfach zuzubereiten sind. Rosa Fleisch gelingt hier eigentlich immer. Pfifferlinge passen hervorragend dazu und die wiederum funktionieren super mit Petersilie. Also los.

Die Zutaten für 2-3 Personen:
4 Lammfilets
300 gr Pfifferlinge
1 kl. Bund glatte Petersilie
1 Schalotte
Chili, Rosmarin, Salz, Pfeffer
Butterschmalz

Als Beilage kann man ein paar Kartoffeln kochen und grünen Salat mit Essig und Öl marinieren.

Und so funktioniert's:
Den Backofen auf 80 Grad vorheizen. In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die gesalzenen und gepfefferten Lammfilets von allen Seiten kurz scharf anbraten. In die Pfanne legt man den Rosmarinzweig, damit davon ein bisschen Aroma ins Fleisch zieht. Dann die Filets für ca. 8-10 Minuten auf den Rost in den Ofen legen. In dieser Zeit die geputzten Pfifferlinge mit der gehackten Schalotte in der Pfanne kurz auf voller Hitze anbraten und die Temperatur gleich runterstellen. Wenn die Pfifferlinge anfangen leicht zu glänzen, diese in eine Schüssel geben und salzen - das nimmt die austretende Flüssigkeit auf. Das Fleisch aus dem Ofen nehmen und kurz in der Pfanne mit ein bisschen Chili schwenken. Die Pilze dazugeben und die Petersilienblätter hineinzupfen und vermengen. Mit den Beilagen auf einer Platte anrichten und Pfeffer dazu geben. Schön sieht es aus, wenn man die Filets dazu schräg halbiert - dann sieht man wunderbar die rosa Farbe des Lammfleisches. Lasst es Euch schmecken!

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Rezept: Gefüllter Truthahn zu Thanksgiving oder Weihnachten

Einen leckeren Thanksgiving-Truthahn zu machen ist gar nicht so schwer und mit ein paar einfachen Beilagen wie Rosenkohl, Kartoffelbrei, Maiskolben und Karotten hat man einen vollen Tisch dampfender Schüsseln, ein leckeres Essen und eine ganze Menge glückliche Gesichter. Für 6 Personen braucht man ungefähr 4-5 kg Truthahn + Beilagen.

Die Zutaten:
1 Truthahn, 15 Scheiben Pancetta, 4 Zweige Thymian, 3 Knoblauchzehen, 1 Orange, 1 halbes altes Baguette, 1 Pkg getrocknete Feigen, 1 Hand voll frische Cranberries, 1 rote Zwiebel, 1 Karotte, 1 Stange Sellerie, 1 Glas Madeira, Salz, Pfeffer, Butter

Für die Füllung:
Die Hälfte der Pancetta-Scheiben, das gehackte Sellerie- und Karottengemüse mit einer Knoblauchzehe in einer Pfanne 5 Minuten angehen lassen. Alles in einer Schüssel mit den grob gehackten Feigen vermengen. Das Brot würfeln und gemeinsam mit dem Madeira, einer ordentlichen Prise Salz und Pfeffer mit den restlichen Zutaten vermengen. Die Cranberries in die Schüssel geben und ordentlich andrücken. Man kann das alles mit der Hand machen, dann bekommt man alle Zutaten richtig gut vermengt und die Flüssigkeiten ziehen ins Brot ein.

Für den Truthahn:
Den Backofen auf maximale Hitze/Umluft einstellen und die Orange in den Backofen legen. Den Truthahn gründlich mit Küchenpapier trocknen. Mit den Fingern vorsichtig unter die Haut der Brust gehen und diese leicht lösen. Da schiebt man auf jeder Seite 2-3 Scheiben Pancetta mit 2 Thymian-Zweigen und ein paar Knoblauchscheiben rein. Die Haut auf den Keulen bekommt einen kleinen Schnitt, in den man auch Pancetta und Knoblauch reintut. Die Füllung fest in den Bauch stopfen. Die heiße Orange aus dem Ofen nehmen, ein paar mal mit einer Gabel anstechen, in den Bauch des Truthahns stecken und dadurch verschließen. Dann bindet man den Vogel mit Küchengarn fest zusammen, so dass Flügel und Keulen fest anliegen. Jetzt den Vogel ordentlich mit Salz und Pfeffer rundum einreiben, auf den Rost in den Ofen legen und mit Alufolie bedecken. Die Temperatur auf 180 Grad einstellen und für 500 gr ca. 20 Minuten Backzeit rechnen. Ein Blech sollte unter dem Rost liegen, damit die tropfenden Säfte aufgefangen und später zu einer leckeren Soße verarbeitet werden können.

Die Alufolie für die letzten 30 Minuten entfernen und ein Stück Butter auf die Brust legen. Dadurch wird der Vogel schön braun und kross.

Den Truthahn aus dem Ofen nehmen und für mindestens 20 Minuten unter Alufolie ruhen lassen, bevor man ihn tranchiert und auf Tellern verteilt. In dieser Zeit kann man die vorbereiteten Beilagen aufwärmen und eine Soße ziehen. Dann bekommt man als Koch zur Belohnung so ein Bild...

Lasst es Euch schmecken! Der Kerl hier hat's getan...

P.S.: Die Fleischreste des Truthahns, die am Gerippe übrig bleiben ergeben meistens noch eine Menge Material für weitere Gerichte. Hier gibt es ein paar Rezepte für die leckeren Reste:

Truthahn Salat
Truthahn Sandwich mit gegrilltem Sellerie

Truthahn-Ragout mit Penne

 

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Posted 3 months ago

So macht man sehr leckeres Essen. Zurück aus Thailand und Kambodscha

Ich werde hier keine Rezepte aufschreiben, weil ich mich dann für ein paar entscheiden müsste. Das fällt mir bei der Vielfalt, die in den Ländern dort herrscht einfach viel zu schwer und ich würde sicher ein paar Gerichte vergessen, die das nicht verdient haben. Deswegen folgt ein grundsätzlicher Rundumschlag an die fantastische Küche Indochinas, gespickt mit einigen wenigen Bildern...

Wer in Thailand mal in eine Ananas gebissen hat, der will selten noch einmal eine in Deutschland essen. Die schmeckt dort nämlich viel süßer und saftiger und eben viel "ananassiger", also intensiver, als die meisten, die wir in Deutschland bekommen. Genauso ist es mit Mangos, Papayas, Litchis und Kokosnüssen. Ja, im Urlaub schmeckt fast alles immer ein bisschen anders und vor allem besser (wie oft hat man das schon mit Wein erlebt, den man im Urlaub entdeckt, zu Hause bestellt hat und der dann irgendwie ganz anders geschmeckt hat :-), aber die Frische und Qualität des Obstes in Thailand ist kaum zu überbieten. Wer weiß, was das hier für Früchte sind :-)

...und wer kennt die hier:

Fleisch-Highlights:
Meine favorisierten "Fleisch-Restaurants" sind die kleinen Handwagen an jeder noch so verlassenen Strassenecke überall in Thailand und Kambodscha. Da steht dann ein kleiner Grill mit heißer Kohle drauf, im Wagen selber wird meist das Fleisch von großen Eisblöcken kalt gehalten. Das Fleisch ist oft dünn aufgeschnitten und auf Spieße gesteckt. Da gibt es klassisch Hühnchen, Rind und Schwein. Oft aber auch die Innereien eben dieser Tiere. Die Spieße werden je nach Wunsch auf den Grill gelegt und in wenigen Minuten frisch zubereitet. Dazu werden die unterschiedlichen Sorten Fleisch oft mit leckeren Marinaden eingepinselt. Was mich am meisten beeindruckt ist neben dem Spaß mit dem hier gearbeitet wird, was für ein Gefühl die Straßenköche für den richtigen Garpunkt haben. Da wird nicht einfach gewartet bis man mit maximaler Hitze möglichst schnell das Fleisch irgendwie gegrillt bekommt, sondern wie selbstverständlich habe ich grundsätzlich Rind innen rosa und Schwein und Hühnchen ein ganz wenig glasig bekommen - ohne Uhr, ohne Thermometer. Ich fand das sehr beeindruckend - da kann sich so manch selbsternannter Grillmeister im Schrebergarten was angucken :-). Ein Grieche in Stevan Pauls Buch "Monsieur, der Hummer und ich" hat da viel Talent (lest das Buch). Ich könnte mich ausschließlich von diesen gegrillten Köstlichkeiten und frischem Obst ernähren. Besser geht's kaum.

Neben den Grillköstlichkeiten von den kleinen Wagen, bekommt man auch noch anderes Fleisch an den vielen Marktständen, an denen deutsche Lebensmittelkontrolleure wohl Schnappatmung und Nervenzusammenbrüche bekommen würden:

Ich habe erst ein einziges mal wirklich Probleme nach einem Essen gehabt - in München nach dem Besuch eines Italieners. In Asien, wo ich in den letzten Jahren häufiger gewesen bin, muss man sich in der Regel nur 2-3 Tage an neue Zutaten und Gewürze gewöhnen und spätestens ab dann hat man nur noch Freude am Essen. Auch wenn man es manchmal nur entdeckt und nicht isst...wie bei mir in diesem Fall:

Der Klassiker in Indochina sind die Garküchen, die man überall findet und ich meine überall. Diese Stände an denen laufend frisch gekocht, geschnibbelt und gebraten wird, finden sich auch in fast allen Orten zahlreich an. Dort gibt es dutzende Variationen unterschiedlichster Gemüse, leckere Suppen und Pasten, Fisch, Salate und Fleisch in köstlichen Marinaden und natürlich Reis- und Nudelgerichte.

Man geht selten in Restaurants in Südostasien. Wenn, dann sind es meist Garküchen, wo ein paar Plasikstühle und wackelige Tische an der Strasse stehen. Aber egal wie einfach es dort aussieht, selten bekommt man so tolle, frische und hervorragend abgeschmeckte Mahlzeiten wie in Thailand - vor allem nicht von so freundlichen Menschen Die dürfen dann auch gerne mal die Beine hochlegen, auch wenn es der Marktstand ist, auf dem das Fleisch verkauft wird.

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Posted 3 months ago

Rezept: Kotelett mit scharfem Kürbis und Salat und ein paar Fotos aus der Kürbiszeit in Berlin

Derzeit kommt man um Kürbisse gar nicht herum. Ich wills auch gar nicht. Ich finde es sind so unglaublich wie viele verschiedene Sorten man bei uns bekommt und was man daraus alles machen kann. In den Fotos findet Ihr ein paar Schnappschüsse, die innerhalb einer Woche in Berlin entstanden sind. X Sorten sind auf den Märkten und an den Strassenständen zu finden. Oft gibt es noch leckere Chutneys oder Saft oder Marmelade aus eigener Herstellung dazu. Eine Empfehlung will ich hier loswerden: Emmas Küche. Da kommt nichts anderes ins Glas als Natur pur: Keine Che­mie, keine Bin­de­mit­tel, keine Farb­stof­fe, keine Ge­lier­mit­tel. Und das schmeckt man. Das auf den Fotos abgebildete Kürbischutney ist der Hit. Das schmeckt tatsächlich phänomenal und ich habs einfach mal mitgenommen, weil ich an Ihrem Stand vor dem Südwind in der Akazienstrasse eine sehr leckere Kürbissuppe mit einem Scampi-Spieß bekommen habe (siehe Fotos) - naja und weil die da so nett waren auch :-). Hier ist ein sehr einfaches Kürbisrezept - Schweinekotelett mit Salbei und scharfem Ofenkürbis + Salat

Die Zutaten für 2 Personen:

2 Schweinekoteletts
4 Salbeiblätter
1 Hokkaido-Kürbis
3 Kartoffeln
Salat

2 Zacken Sternanis
1/2 TL Kreuzkümmel
ein bisschen Zimt
1 TL Koriander
1-2 getrocknete Chilischoten
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Und so funktioniert's:

Den Ofen auf 200 Grad / Umluft vorheizen. Den Kürbis halbieren und mit einem Löffel die Kerne gründlich entfernen. Dann den Kürbis in Spalten schneiden und auf einem Backblech verteilen (beim Hokkaido kann man die Schale mitessen). Die Kartoffeln schälen, ebenfalls in Spalten schneiden und auch auf dem Blech verteilen. Alles zusammen mit Olivenöl benetzen. Im Mörser die Gewürze zu Pulver verarbeiten. Am besten nimmt man als Salz ein Meersalz, weil das ein bisschen wie Schleifpapier wirkt - ist aber nicht kriegsentscheidend. Die Gewürzmischung über dem Kürbis und den Kartoffeln verteilen und mit den Händen unterheben. Für 20 Minuten in den Ofen geben, bis dei Kartoffeln ein bisschen braun werden und der Kürbis schwitzt und anfängt ein paar Blasen zu bilden.

Die Koteletts mit Olivenöl Salz und Pfeffer einmassieren und je zwei Sabeiblätter drauf drücken. Die Pfanne gut erhitzen und die Koteletts von jeder Seite 3 Minuten braten bis es ein paar schöne braune Stellen gibt. Je nach Größe der Koteletts variiert hier die Bratzeit. Das findet Ihr raus. Dass der Salbei dabei im Übrigen meistens sehr dunkel wird macht nichts. Den kann man essen, braucht man aber nicht. Der Geschmack sollte während des bratens eh schon in das Fleisch gezogen sein.

Legt auf zwei große Teller einen Haufen Kürbis-Kartoffel-Mix, das Fleisch darauf und eine Handvoll Salat, den Ihr vielleicht noch habt dazu. Lecker ist ein Dressing aus Öl, Essig, Salz, Pfeffer und ein bisschen Senf - das passt hervorragend zum Schwein und der gut gewürzte Kürbis braucht auch ein bisschen Kontra.

Guten Appetit!

                             
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