Ein gutes Hörbuch: Der Koch

Parallel zu dem im letzten Monat stattfindendem Valentins-Kochwettbewerb habe ich mir Der Koch von Martin Suter angehört. Passend dachte ich, geht es doch laut Inhaltsangabe um die Verführung des Gegenüber durch aphrodisierende Gerichte.


Heikko Deutschmann
liest die Geschichte liebevoll und findet den richtigen Ton für alle Situationen. Martin Suter leistet meines Erachtens solide Arbeit, wobei man von Ihm besseres gewohnt ist, zum Beispiel in Business Class, ebenfalls aus dem Diogenes Verlag.

Die Geschichte ist die eines Koches aus Sri Lanka mit Namen Maravan Vilasam, der in der Schweiz als Spüler in einem Restaurant arbeitet, weil ein tamilischer Asylant in der Schweiz in einem Nobelrestaurant eben nicht kocht, sondern Handlangerarbeiten verrichtet. Als er jedoch mit einer ehemaligen Kellnerin, die in eben diesem Restaurant die Schweizer Hochfinanz bediente, zusammen "Lovefood" begründet, kommt seine ayurvedische Kochkunst gepaart mit den Techniken aus der modernen Molekularküche voll zur Geltung. Seine Menüs sorgen für eine Luststeigerung schon beim Essen und Abende von Andrea und Maravan werden von gut betuchten Kunden aus besten Kreisen in der Schweiz gebucht. Die Beschreibungen der Gerichte lassen mir das Wasser nicht im Mund zusammenlaufen, weil ich Molekularküche nichts abgewinnen kann. Ich finde es eher Spielerei und hat zu wenig mit tollen Produkten zu tun, die an sich nur wenig brauchen um exzellent zu sein. Im Hörbuch jedoch findet diese Art der Zubereitung von Speisen einen guten Platz, denn hier wird andauernd mit Gegensätzen hantiert: Molekularküche vs. Ayurvedische Küche, Asylbewerber vs. Schweizer Bürger, Homosexualität vs. Heterosexualität, schwarz vs. weiß, Hochfinanz vs. Unterschicht, etc. Genau das ist allerdings nach meinem Empfinden auch das Problem der Geschichte. Es gibt so viele Themen und Schauplätze, die leider nur wenig in der Tiefe behandelt werden und die richtige Beachtung finden. Zu viele schnell niedergeschriebene Fakten, für die man kaum mehr als ein paar Tage Wikipedia-Recherche und ein paar Kochbücher braucht. Man ist von Suter anderes gewohnt.

Aber: In erster Linie soll mich ein Roman unterhalten. Das hat diese Geschichte getan. Keine große Literatur, aber kurzweilig, manchmal amüsant, meistens unterhaltsam und Heikko Deutschmann leistet tolle Sprecherarbeit, die den Roman zu einem echten Hörvergnügen machen.

Disclaimer: Ich arbeite bei Audible.de. Wir verkaufen Hörbuch-Downloads. Auch dieses Hörbuch gibt es dort.

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Pranzo die Ferragosto ...im März schon auf den Sommer freuen.

Einen Film, den ich im letzten Jahr im Kino gesehen habe und dann sofort auf DVD haben musste, ist "Pranzo Di Ferragosto - Ein Festmahl im August". Gianni di Gregorio, gibt mit rund 60 Jahren sein Regie-Debut und übernimmt die Hauptrolle gleich mit. Sehr passend, denn wie auch der Hauptcharakter Gianni, lebte di Gregorio selber auch im wahren Leben mit seiner verwitweten Mama lange zusammen, was dem Fim ein wenig autobiographische Würze verleiht ohne sentimental zu werden.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Gianni ist abgebrannt und spült den Frust darüber gerne hinunter. Miete, Arztrechnungen und andere Verbindlichkeiten türmen sich. Kurzentschlossen nimmt Gianni während des Ferragosto ein paar ältere Damen auf, die zugleich Mütter und Verwandte seiner Gläubiger sind. Giovanni werden dadurch ein paar Dinge rein finanzieller Natur vereinfacht. Die Tage mit den Damen entpuppen sich durch deren Eigenheiten, charmanten Macken und dem Stolz italienischer Frauen als nicht ganz einfach für Gianni, aber für den Betrachter dennoch sehr unterhaltsam. Seht selber:

Ich mag den Film deswegen so gerne, weil er mit wenigen Worten von noch weniger Schauspielern auskommt. Zumeist sind es Laien, die Gianni di Gregorio versammelt hat, was dem ganzen Film noch mehr Charme verleiht, als die Kulisse einer sehr alten, teilweise renovierungbedürftigen römischen Wohnung und der fast menschenleeren Stadt, in welcher Gianni sich bewegt.

Ich schreibe jetzt über diesen Film, weil Ferragosto im August ist. Der Feiertag, der in Italien den heißesten Tag des Jahres beschreibt und um welchen herum die Italiener oft den Sommerurlaub planen. Ich habe durch die Sonne, die heute durch die Fenster in die Wohnung scheint, einfach Lust mir den August vorzustellen, kurze Hosen und Flip Flops auszupacken und an den Sommer zu denken. Das schafft der Film: Ein gute Stunde macht man sehr unaufgeregte Sommerferien in Italien.

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Posted 2 days ago

Rezept: Seebarsch mit Koriander-Kreuzkümmel-Marinade

Fisch, in diesem Falle Seebarsch, gelingt mit dieser Methode immer, bisher zumindest. Der Fisch bleibt saftig, nimmt alle zugegebenen Aromaten auf und das Ergebnis ist schlicht lecker. Neben dem frischem Fisch, sind die wichtigsten Zutaten hierfür allerdings nicht geniessbar: Sehr nasses Zeitungspapier & Küchengarn. Von vorn:


Zunächst säubert man den Seebarsch gründlich und tupft ihn trocken. Dann schneidet man ein paar Schlitze in den Fisch auf beiden Seiten und macht sich an die Marinade. Diese besteht aus reichlich Olivenöl, Salz, Pfeffer, frisch gehacktem Koriander, Knoblauchstückchen und gemahlenem Kreuzkümmel. Diese verrührt man ordentlich und verteilt sie über alle Seiten und in den Bauch des Fisches. Sorgt unbedingt dafür, dass die Marinade auch in die Schlitze fließt. Nun legt man jeden Fisch einzeln auf ein Blatt Zeitungspapier und wickelt diesen fest darin ein, bevor man mit Küchengarn das Papier festbindet. Unter laufendem Wasser durchnässt man das Papier nun ordentlich und legt den Fisch auf den Rost bei 180 Grad in den Ofen. Schaut nach 10 Minuten mal in den Ofen, ob das Papier braun wird, dann hat man zu wenig Wasser genommen und muss noch einmal das Zeitungspapier benässen. Nach 20 Minuten ist der Fisch fertig. Lasst es Euch schmecken!


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Posted 2 days ago

Salatrezept: Weiße Rüben & Karotten mit Petersilie

Am Wochenende haben wir als Beilage zu Seebarsch einen sehr einfachen Salat gemacht, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Als Beilage für 4 Personen braucht Ihr dafür:

6 Karotten
2 weiße Rüben
4 Stängel Petersilie
1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
Salz, Olivenöl, Weißweinessig

So funktioniert's:
Karotten & Rüben schälen und mit dem Sparschäler einfach weiter dünne Streifen runterschälen. Die Rüben in eine Schüssel geben, die Karottenstreifen mit Olivenöl, einer Prise Salz und dem Kreuzkümmel vermengen. Alles kurz in die Pfanne bei niedriger Hitze geben - 2 Minuten reichen vollkommen aus. Dann gebt Ihr die Karotten zu den Rüben, einen Schuss Essig dazu und vermengt alles ordentlich. Die gehackten Petersilienblätter obendrauf, fertig. Wie man auf dem Foto erkennen kann, haben wir noch ein bisschen Salz dazu gegeben. Lasst es Euch schmecken!


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Posted 6 days ago

Und zur Versöhnung rohen Hering

Amsterdam ist mir aus der Vergangenheit nicht in bester Erinnerung geblieben. Mein erster Besuch wurde von einem verlorenen Portomonaie in der Silvesternacht überschattet. Schwer verkatert, ohne Geld und Ausweis, einer offenen Hotelrechnung & ohne Bahnticket nach Hause stand ich damals in einem 0-Sterne Hotel irgendwo in der Nähe der Amstel und hatte einige Probleme zu lösen. Beim zweiten mal war der Aufenthalt für einige Stunden geplant. Umsteigen in Schiphol kann aber auch ein Nacht dauern, wenn man seinen Anschlussflug verpasst und auf dem Flughafen schlafen muss, weil alle Hotels mit Messebesuchern hoffnungslos überfüllt sind. Der dritte Anlauf stand nun unter besten Vorzeichen. Meine längste Freundin, Nina, wohnt seit ein paar Jahren in Amsterdam mit Ihrem Freund Tomas und ein Besuch war lange überfällig. Ein verlängertes Wochenende ganz im Zeichen der Versöhnung mit dieser Stadt stand also bevor. KLM flog mich in ein völlig verregnetes Amsterdam, was sich wohl von seiner hässlichsten Seite zeigte. Mir war das egal, denn ich wollte meine Freunde treffen, schöne Dinge erleben und meinen Frieden mit Amsterdam machen.

Empfangen mit einem wunderbaren Abendessen, würzigem Duvel-Bier aus Belgien und ein paar Flaschen Rotwein entschädigte eigentlich schon der erste Abend für die beiden vorangegangenen Besuche. Es sollte noch besser kommen. Ewig langes Schlafen an allen drei Morgen, ausgedehnte Frühstücke mit Brioche & Baguette und schier endlos vielen Stationen in der Stadt, die jedem Liebhaber von gutem Essen feuchte Augen machten. Ein Muss für jeden Besucher ist die Kaaskamer. Ein Paradies für Käseliebhaber, in dem man jeden Käse vor dem Kauf probiert und einem für das besprochene Abendessen eine hervorragende Käseauswahl zusammengestellt wird. Darunter Blauschimmel, der fast fruchtig-zitronig schmeckte und ein toller Brokkelkaas, dessen Name sich aus der Konsistenz ableitet: Ein sehr alter harter Gouda, der Kristallartig auf der Zunge zerfällt und dann langsam schmilzt.

Der zweite Abend war fast schon zu viel Klischee, weil das Abendessen, was Tomas und ich in der Küche seines Elternhauses zubereiteten in einem Haus an der Spiegelgracht stattfand. Es ist eine Sache an den schmalen und windschiefen Backsteinhäusern vorbei zu laufen, zu bewundern wie wundervoll und mit viel Liebe (...und Geld) die Niederländer vor 300 Jahren diese Puppenhaus nicht unähnlichen Wohnhäuser an die Kanäle gebaut haben. Aber es ist ein wirklich wunderbares Erlebnis in einem solchen Haus ein paar Stunden verbringen zu dürfen, zu kochen und nach dem Essen auf die beleuchteten Brücken und in die Fenster der gegenüberliegenden Häuser zu gucken. Tomas hat nachmittags auf dem Albert-Cuyp-Markt in dem ehemaligen Arbeiterviertel Pipe frischen silbrig glänzenden Seebarsch gekauft und zum Abendessen mit Koriander, Kreuzkümmel,  Knoblauch und Olivenöl mariniert. Dazu gab es ein bisschen Gemüse und einen simplen Salat aus Rettich und Karotten. Smakkelig. Mit ein paar weiteren Gläsern Rotwein und dem Käse aus der Kaaskamer wurde der Abend besiegelt.

Nach all den Erlebnissen tagsüber, einigen Bierkneipen und Genever-Verkostungen kam am Samstag Abend ein weiteres Highlight auf uns zu: Das Restaurant mit dem Namen Hotel De Goud Fazant. Kein Hotel, sondern ein altes umgebautes Lagerhaus verbirgt sich dahinter, in dem eine offene Küche, eine lange Bar aus bunten Backsteinen und eine sehr fröhliche Service-Crew, die die Gäste in Empfang nimmt. Für 30 Euro bekommt man dort ein leckeres 3-Gänge-Menu und dazu ein paar gute Weine. Der Clou am Restaurant ist zum einen die Lage: Direkt an der Hafenkante mit Blick auf Amsterdam, denn man setzt vom Festland mit einem Boot über, von wo aus man einen tollen Blick hat. Zum anderen die (ehemalige) Nutzung des Restaurants als Art Garage. Die Fläche ist so riesig, dass auf dem Weg zur Toilette ein alter Porsche und ein Maserati, sowie ein alter Golf Platz finden. Es gibt auf einer Zwischenfläche einen Billardtisch und die riesigen Garagentore werden im Sommer zum Wasser hin geöffnet. Hört sich ungemütlich an? Ist es in keiner Sekunde, weil mit warmen Farben und vielen Kerzen gearbeitet wird. Den größten Teil der Gemütlichkeit allerdings machen die buntgemischten Gäste und vor allem die Service-Crew, die einem laufend das Gefühl gibt die einzig wichtige  Person im Restaurant zu sein.

Dank Nina und Tomas, zwei wunderbaren Freunden, den ich, wenn Sie keine tollen Aufgaben hätten, dringend ans Herz legen würde von Beruf Gastgeber zu werden, werde ich Amsterdam wieder besuchen. Sehr oft und ich werde das I-Tüpfelchen meines Aufenthaltes wieder geniessen: Rohen Hering mit gewürfelter Zwiebel und einer Gewürzgurke. Der Himmel auf Erden, wenn der verkaterte Kopf noch ein wenig Starthilfe braucht und einem nasskaltes Nordseewetter unter die Haut kriecht. Danach freut man sich um so mehr in einer kleinen Kneipe auf das herzerwärmende Genever slurpen...

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Posted 8 days ago

Vielen Dank & Herzlichen Glückwunsch.

Die FlipKochChallenge ist vorbei und Ihr habt mich mit sehr langem Atem bei der Jagd nach Stimmen unterstützt. Andreas hat noch ein bisschen mehr getan und damit die Challenge gewonnen: Herzlichen Glückwunsch dazu! Bei Euch allen möchte ich mich trotzdem ganz besonders bedanken: Ihr habt für mich gepostet, getwittert und gemailt. Es wurde sogar ein "Vote for Paul"-Gruppe auf Facebook gegründet - Wahnsinn! Dadurch sind fast 600 Stimmen zusammen gekommen, ebenso viele von Euch, und damit zumindest hier gewonnen, haben sich das Video laut youtube auch tatsächlich angesehen. Ich finde das ist eine wirklich grosse Zahl. Prominente Unterstützung gab es aus der Fernseh- und Buchwelt von Alexandra Kamp & Karla Paul. Auch Stevan Paul vom Nutriculinary-Blog hat die Challenge als Fundstück der Woche in seinen Blog aufgenommen, was mich besonders gefreut hat.

Mich selber hat es gewaltig überrascht wie viele von Euch reagiert haben und nicht nur mit abstimmten, sondern sich ins Zeug gelegt haben und mit mir auf Stimmenfang gegangen sind. Vielen Dank dafür an Euch alle!

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Posted 9 days ago

Valentinstags-Special: Das Video steht zur Abstimmung bereit

Ich habe vor zwei Wochen an einer Koch-Challenge teilgenommen und ein Risotto-Gericht mit Thunfisch eingereicht. Irgendwie bin ich dabei auf Platz drei gelandet und habe eine Flipcam gewonnen. Das Ding macht viel Spaß und ich habe mit Hilfe meines Freundes Michael ein Video von der Herstellung des Gerichtes gedreht. An dieser Stelle noch einmal ein großes lautes und sehr dankbares: Danke für Deine Hilfe, Michael!
Nun geht es in die zweite Runde und die Videos aller Teilnehmer werden zum freien Voting vorgestellt. Wenn Euch mein Video gefällt. Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mir Eure Stimme gebt. Die Abstimmung findet hier unterhalb der teilnehmenden Videos statt.

Schon jetzt: Herzlichen Dank an Euch alle!

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Posted 14 days ago

TED Preisträger: Jamie Oliver's emotionale Rede

Nachdem der TED Preis u,.a schon an Bono und Bill Clinton vergeben wurde, erhielt in der vergangenen Woche auch Jamie Oliver den mit 100.000 $ dotierten Preis. Es folgte eine sehr emotionale Rede. Viel Drama, viele harte Worte und einige Bilder, die sich wunderbar auf einer Bühne vor einem so ausgewählten Auditorium formulieren lassen und hoffentlich Wirkung gezeigt haben. Wissen über gute Ernährung ist Wissen über ein gesünderes, längeres und glücklicheres Leben. Das ist nichts Neues und trotzdem wird dieses Wissen über nicht ausreichend vorgelebt und weitergegeben. Jamie Oliver formuliert am Ende seiner passionierten Rede seinen Wunsch: "I wish for the TED community to create a movement to educate every child about food, inspire families to cook again and bring people together everywhere to fight obesity."

Wer mehr tun möchte, als mit der Familie, den Freunden, den Arbeitskollegen und Nachbarn über gutes Essen zu sprechen und mehr gesundes Essen kochen will, der kann hier seine Hilfe direkt anbieten. Wer seine Arbeitszeit nicht anbieten kann, der kann für Jamie's Food Revolution spenden. Eine fantastische Aktion, eine tolle Rede und hoffentlich ein erneuter kräftiger Denkanstoß für uns.

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Posted 22 days ago

Valentinstag: Spargel-Risotto mit Zuckerschoten auf Rote-Beete-Carpaccio mit süßem & scharfen Thunfisch

Puuuuhhh, kürzer habe ich den Namen nicht hinbekommen. Nachdem mir Anfang der Woche Kira Song per Tweet mitteilte, dass es einen Kochwettbewerb gibt, bei dem man neben einer Flipcam auch ein Wellness-Wochenende gewinnen kann, war ich quasi gezwungen mitzumachen und einen Vorschlag für eine Valentinstags-Gericht einzureichen. Nicht wegen des Wochenendes, was ich zweifels ohne großartig finde, sondern vielmehr wegen der Flipcam. Dieses kleine Gerät steht schon lang auf meiner Wunschliste und vielleicht klappt es ja nun hier. Ich bin zu einem bunten und alle Geschmackssinne anregenden Teller gekommen, den ich sehr lecker finde. Leicht ist das Gericht auch, ich habe diesen Teller hier nämlich soeben verspeist und weiß was auf Euch Nachkochende zukommt: Leckeres.


Das sind die Zutaten für 2 Teller:
180 gr Risottoreis
1 EL Parmesan
1 rote Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
1 Glas Weisswein
1 Hand voll Zuckerschoten, längs geschnitten
Spargelbrühe
200 gr Thunfisch, gewürfelt
Abrieb einer halben Zitronenschale
1 Stück Schale der Zitrone
1 getrocknete Chili
3 Korianderkörner
Blätter von drei Zweigen Thymian
100 gr getr. Cranberries
2 Gläser Rotwein
1 EL Honig
1 Sternanis
1 große Rote Beete
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico

So kocht man das:
Als erstes macht man die scharfe und die süße Soße. Die Süße zuerst: Man gibt den Rotwein mit der Hälfte der Zwiebel, den Cranberries, dem Honig, dem Sternanis und ein wenig Salz in einen Topf und lässt den Rotwein auf niedriger Hitze einreduzieren. Das Stück Zitronenschale, was man einfach mit einem Sparschäler von der Zitrone abziehen kann, gibt man nur für die letzten Minuten dazu. Wenn der Wein fast vollständig einreduziert ist, fischt man die Zitronenschale und den Sternanis wieder hinaus und mixt  die Masse mit dem Zauberstab einmal durch. Eventuell muss man mit Honig/Salz eine wenig nacharbeiten.

Die scharfe Soße wird im Mörser gemacht, dazu gibt man die Chili mit dem Koriander, Salz und ein bisschen Pfeffer in den Mörser und verarbeitet alles zu einem feinen Pulver. Dann den Zitronenabrieb, die Hälfte des Thymian und ein wenig Olivenöl dazugeben und alles zu einer flüssigen Paste verrühren.

Nun setzt man für das Risotto den Knoblauch mit der Hälfte der roten Zwiebel in Olivenöl auf. Bei mittlerer Hitze lässt man alles glasig werden und gibt dann den Reis für ein paar Minuten dazu und rührt vorsichtig um. Dann wir das Gemisch mit dem Weisswein abgelöscht und der Wein reduziert ein. Danach gibt man nach und nach warme Spargelbrühe hinzu. Ich habe da noch einige Vorräte aus der letzten Spargelsaison im vergangenem Jahr im Tiefkühlfach. Man bekommt die Brühe aber auch zu kaufen. Die Brühe gibt man solange hinzu, bis der Reis fast fertig ist. Dann kommt der Parmesan hinzu und auch die Zuckerschoten. Alles unterheben und den geschlossenen Topf von der Hitze nehmen. Der Rest, also das letzte Garen des Risotto und das garziehen der Schoten passiert jetzt mit der Hitze im Topf, da braucht es keine Herdplatte mehr. Eventuell noch ein bisschen Salz vor dem anrichten hinzugeben.

In der Zeit in der das Risotto zieht kümmert Ihr Euch um das rote-Beete-Carpaccio. Dazu schält Ihr die rohen Rote Beeten so rund wie es geht und hobelt Euch dann feine runde Scheiben hinunter, Diese Scheiben werden vorsichtig mit Salz & Pfeffer, der anderen Hälfte des Thymian und einem Schuß Balsamico mariniert.

Jetzt muss nur noch der Thunfisch gemacht werden. Dazu legt Ihr die mit Olivenöl eingeriebenen Thunfischwürfel in eine Grillpfanne und brät diese 30-40 Sekunden auf große Hitze. Nur so lang, bis ca. ein drittel des Fisches weiße Farbe annimmt. Raus aus der Pfanne, wenig auf der Bratseite mit dem Grillmuster salzen und einfach auf einem Brett ruhen lassen.

Für das Anrichten nehmt Ihr Euch einen Teller und legt dort kreisförmig die Scheiben der Rote Beete aus. In die Mitte kommt ein Klecks von dem nun durchgezogenen Risotto. Darauf legt Ihr den Thunfisch und gebt auf die Stückchen abwechselnd ein paar Tropfen der Soße.

Bleibt mir nur noch eins: Einen schönen Valentinstag und lasst es Euch schmecken!

Falls von Euch auch noch jemand beim Wettbewerb mitmachen möchte oder ein paar andere Valentinstagsgerichte ansehen will, hier geht es zur Aktion.

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Posted 1 month ago

"Einmal Pommes Frites mit Frikadellen, bitte..."

Den Satz hört man eigentlich nur an der Pommesbude. Und ich wollte unbedingt genau das heute Abend essen, nur war keine solche Bude in Laufweite und man kann sich das so schnell und simpel selber machen, dass ich genau das tat.


Auch wenn es einige Buden gibt, an denen man wirklich sehr leckere Pommes Frites bekommt, hervorragende Bratwurst und saftige Frikadellen, ist es einfach etwas ganz anderes sich solch einen Snack zu Hause zu machen. Der Spielraum, den man hat, ist schlicht viel größer und man kann aus einem schnellen Mittagessen auf die Hand, die solche Gerichte üblicherweise darstellen, ein ganz schmackhaftes Abendessen machen. Kein Gourmetessen, wie wir es am letzten Wochenende noch veranstaltet haben, aber eben ein leckeres Abendessen.

Man braucht dazu folgende Zutaten (2 Personen):

250 gr Rinderhack
2 Scheiben altbackenes Weißbrot ohne Rand, sehr klein gewürfelt
1 Ei
1 EL geriebenen Hartkäse (Parmesan, Pecorino, o.ä.)
1 TL Thymianblätter
1 TL Abrieb von der Zitronenschale
2 EL Semmelbrösel
300 gr Kartoffeln, geschält und gestiftet
Salz, Pfeffer, Olivenöl

So funktionierts:
Die Kartoffeln bei 180 Grad im Ofen garen bis sie schöne braune Stellen bekommen. Das dauert ca. 20 Minuten, aber passt auf, denn hier wird aus schön braun gerne mal schön schwarz. Während die Kartoffeln im Ofen sind, mischt Ihr Euch die Masse für die Frikadellen aus Rinderhack, Brot, Ei, Käse, Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und dem größten Teil des Thymian. Alles gut mit der Hand durchkneten und dann ein paar Frikadellen daraus in der Hand formen. Die Frikadellen in Semmelbrösel wenden.

Die Frikadellen werden nun auf mittlerer Hitze in reichlich Olivenöl gebraten, bis sie rundum eine schöne braune Farbe haben. das dauert in der Regel 8-10 Minuten, je nachdem wie groß Eure Frikadellen ausfallen.

Mit ein bisschen frischem Thymian, Olivenöl und reichlich Salz richtet man die Pommes Frites an und legt die Frikadellen mit Ketchup dazu auf den Teller. Lasst es Euch schmecken!


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Posted 1 month ago