Eine deutsch-griechische Olivenölgeschichte
Wie wunderbar es ist, wenn man mit den Produzenten seines Essens sprechen kann, sie vor Ort besucht und kennenlernt, habe ich vor einigen Wochen beschrieben, nachdem ich ein paar Stunden auf dem Melchhof verbringen durfte. Seit einigen Monaten kenne ich nun auch jemanden, der eines meiner Olivenöle herstellt. Dagmar von Alisseos, die mit Ihrer Familie vor Jahren nach Griechenland ausgewandert ist, um sich dort einen Traum zu erfüllen. Seit einigen Monaten sind wir über Blogs & Facebook in den Austausch gekommen, ich habe Ihre Produkte probiert, die inzwischen einen festen Platz in meiner Küche haben. Ich bat sie uns Ihre Geschichte aufzuschreiben, ein bisschen etwas zur Herstellung von Olivenöl zu erzählen und uns vielleicht ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben, wenn das nächste mal ein Olivenöl ausgesucht wird. Herausgekommen ist ein sehr lesenswerter Text eines passionierten Menschen, der mit viel Hingabe und der notwendigen Portion Realismus im Leben steht. Vielen Dank, Dagmar und viel Freude beim Lesen Euch allen.
Vor 25 Jahren erfüllten wir uns einen Traum: Wir kauften einen großen Olivenhain im tiefsten Süden Griechenlands. Der Hain wird von den Dörflern „Alisseos-Hügel“ genannt, weil auf ihm eine kleine Kapelle steht, die einem so netten wie unwichtigen Heiligen namens „Elisseos“ gewidmet ist. Joachim sprang beherzt von der steilen Karriereleiter als Arzt und Neurologe in einen selbst ausgebauten VW-Bus, ich packte meine Fotoausrüstung und meinen Hund in den alten Golf und wir wurden – Olivenbauern! Heute können wir im Nachhinein bestätigen, dass ein Traum wahr wurde – allerdings nicht der ursprünglich erträumte… .
