Irland, du warst ein Fest.

Die vergangene Woche in Irland hat richtig schlecht begonnen und sich Tag für Tag gesteigert. Meine wunderbaren Gastgeber an den letzten beiden Tagen in Dublin haben für ein paar Höhepunkte in Sachen Restaurantwahl gesorgt.

Nachdem ich am Freitag schon auf anraten von Jennifer im Fallon & Byrne ein wunderbares BBQ-Huhn bekommen habe, ging es am Samstag zum späten Kater-Frühstück ins The House auf der Halbinsel Howth zu Frittata, Omelettes und hervorragendem Espresso.

Spät Abends kam Steak-Hunger auf, den wir im Trocadero stillten und als wenn wir das Wochenende nicht schon genug gegessen hätten, schlugen die beiden vor am Sonntag das Farewell-Mahl im Avoca einzunehmen - was für ein wundervoller Ort. Kaufhaus für die schönen Dinge, ein kleiner Markt mit selbst gebackenem Brot, Obst und Gemüse im Keller und dann dieses Cafe im obersten Stockwerk.

Eine wunderbare Mischung mit Lampenschirmen aus Omas Zeiten, altem Holzmobiliar, weißen Wänden und verspielten Gittern vor den offenen Fenstern. Das Essen ist herrlich unaufgeregt, aber mit viel Liebe zubereitet und serviert. Wer in Dublin ist, sollte dort hingehen. Ein paar Fotos...

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Ein erster Blick ins Cafe, wenn man es bis in den vierten Stock geschafft hat.
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Sauleckere selbstgemachte Limonade mit Bunt.

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Überall liegen die zahlreichen Kochbücher der Cafes zum stöbern.

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Lovely: Den Nachtisch schon am Eingang anschauen.

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Pfannkuchen mit Beeeeeeeren.
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Ich mag den Look...

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...und wie entspannt und gleichzeitig trubelig es dort war - nie gehetzt.
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Tomaten-Fenchel-Suppe und GUTES Brot.

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Fish-Pie mit Lachs und Heilbutt mit Kartoffelkruste drauf. Gegrillte Zitrone und Erbsbrei. LECKER!

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Frische Pasta mit Gorgonzola-Soße, Ruccola, Speck und Parmesan.
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Schokoladen-Pekannuss-Kuchen. Woah, war der gut.
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Lauwarner Rhabarber-Crumble mit Vanille-Eis und Gedöns aussenrum.

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Schlecht lesbar, aber diese Kleinigkeiten... Auf dem Papier, in dem die Rechung kommt steht: The Damage.

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Solltet Ihr nach Dublin kommen und zwei Stunden Zeit in bester Atmosphäre und leckerem Essen verbringen wollen, sei euch der Laden ans Herz gelegt.

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Zwölf fette Iren und das Paradis

Irland hat gestern fast alles verspielt und heute wieder gut gemacht. Ein Auszug in Stichpunkten und Schnappschüssen weil ich zu müde, satt und zufrieden bin ganze Sätze zu formulieren:

Frühstück auf dem English Market in Cork: dicke triefende Roastbeef-Sandwiches.

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Zweites Frühstück auf dem gleichen Markt: Scones und Espresso.

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Zuckerschub gegen die Mittagsmüdigkeit: Die beste Cola der Welt - Curiosity von Fentimans.

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My Daily Irish Treat in Kinsale: Zwölf fette Iren und ein Murphys. Die Bustour an die Küste ins Fishy Fishy hat sich so sehr gelohnt

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Für Fotos zu dunkel, aber das kulinarische Highlight der Tour bisher: Drei fantastische Gänge im Cafe Paradiso, das heute nun doch aufhatte und ich nur 25 Minuten brauchte um zu überzeugen, dass ich da unbedingt noch essen muss. Danke an Katharina, eine russische Kellnerin, die Nachsehen mit dem flehenden Deutschen hatte.

Morgen muss sich Galway warm anziehen, um mit dem heutigen Tag gleichzuziehen - ich freu mich drauf.

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Worrying is dreaming in the wrong direction.

Dicker weißer Schaum und mit einem fast schwarzen Bauch im Glas, leuchtet es mich zufrieden an: Wunderbares Guinness zu das mir Björn im letzten Jahr das erste mal Austern als den perfekten Begleiter vorstellte.

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Seitdem ist schweres dunkles Bier zu Austern erste Wahl geblieben und wird diese Woche in Irland jeden Tag mindestens einmal kombiniert über meine Zunge wandern. Heute ist Feiertag in Irland und nahezu alles hat geschlossen. Dennoch gab es nahe des English Markets in Cork eine kleine Bude, die mich glücklich machen konnte.

Ansonsten habe ich bisher einen herrlichen Fehlstart hingelegt. In Cork hat nicht nur alles geschlossen, sondern die drei Dinge die ich hier unbedingt ausprobieren wollte bleiben die ganze Woche zu: Das Cafe Paradiso baut ebenso um wie der Liberty Grill und auch das Cafe Gusto macht erst am Donnerstag wieder auf. Die Ballymaloe Cookery School hat diese Woche Sommerpause. Ich improvisiere (Weil ich zu faul war mich wirklich anständig vorzubereiten.).

Für das Abendessen entschied ich mich auf Anraten meiner Gastgeberin Tara für The Fish Hatch: "Best Fish & Chips in the world. If you are a foodie, there is no way around the place." Na dann los. Die Küche des Hotel Imperial verkauft durch ein Fenster in der Küche frischen Fisch zum mitnehmen, dazu dicke Pommes Frites und Erbsenpüree mit Minze - so steht es auf der Schiefertafel an der Wand. So sieht es beim Blick in die Küche aus.

Ich lasse mir geräucherten Heilbutt empfehlen, der vor meinen Augen kurz durch Mehl und leichten Teig gezogen wird; ein Bad im heißen Fett sorgt für knusprige Kruste. Mit meinem Fang finde ich einen Platz zum Essen auf der Grand Parade inmitten von Feiertagsausflüglern in Cork, die genauso merkwürdig auf den Typen gucken, der sein Essen fotografiert, wie alle anderen Menschen in der Welt auch. Zurück zum Fisch: Der war nicht gut. Nicht gewürzt. Nicht schmackhaft. Nicht leicht. Die Pommes waren außen genauso schlaff wie innen noch roh und dem Erbspüree mit Minze fehlte zum einen die Minze, zum anderen der Erbsgeschmack. Langweiliges Zeug. Sehr schade, aber passend zum Tag.

Auf dem Weg in den Pub, in dem der Tag runtergespült wird, lese ich auf einem Plakat die Überschrift dieses Beitrags und beschließe dass es nur besser werden kann, ich mich ab sofort auf morgen freue und weiter in die richtige Richtung träume.

Cheers. Lasst es euch schmecken!

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