Valentinstags-Dinner kochen und Flip-Kamera gewinnen

Jan Theofel und das Team von Do you Flip veranstalten eine kleine Koch-Challenge und verlosen dabei neben einigen Flip-Kameras auch ein Wellnesswochenende für zwei Personen. Also ran an die Töpfe und lasst Euch einfallen was Ihr für Eure Liebsten kocht. Die Teilnahme-Bedingungen findet Ihr hier. Ich hoffe ich schaffe es am Wochenende auch einen Beitrag zu leisten, denn die kleine Kamera steht schon lange auf meiner Wunschliste. Und ein Urlaubswochenende ist ja auch nicht sooooo schlecht.

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Posted 1 month ago

Calvados nach Mitternacht

Ein 9-Gänge-Menu ist nicht nur viel Arbeit und viel Essen, sondern vor allem ein Riesenspaß. Wir haben über dieses Vorhaben Anfang Dezember Fondue-gefüllt und Wein-beseelt gesprochen und ich muss sagen, ich bin selber überrascht wie schnell wir dann tatsächlich zusammen in einer Küche standen. Wir haben zu viert mittags um 12 mit dem Kochen begonnen. Cremant, Espresso und Küchenbier haben uns beim Kochen begleitet, müde und mutig gemacht und die Vorfreude wachsen lassen. Gegen 18:30h gab es dann den ersten Gang.

Eine Fenchelsuppe mit mariniertem Fenchelsalat und Jakobsmuschel. Ein bisschen Pernod und ein Schuss Sahne mit der Suppe aufgekocht. Die Jakobsmuschel quasi unbehandelt und ganz kurz gebraten oben drauf gelegt war das der richtige Start in den Abend.

Danach gab es ein Spargelcarpaccio mit pochiertem Ei & Sauce Hollandaise, Thunfisch mit Avruga-Kaviar & Kresse. Thunfisch und Avruga-Kaviar (vom geräucherten Hering) sind eine gute Kombination. Theoretisch auch ein pochiertes Ei, wobei wir das leider zu lange gekocht haben und der Kern hart wurde. Ausserdem war das Spargelcarpaccio leider zu sauer. Wer macht auch schon Spargel im Januar? Strafe musste sein. Wobei wir in der Diskussion darauf gleich ein 5-Gänge-Menu im Mai geplant haben: Jeder Gang muss entweder Spargel oder Erdbeeren beinhalten.

Eines von zwei Highlights des Abends war für mich der dritte Gang, den Björn schon vorbereitet hatte: Creme Brulee von Foie Gras mit Portweinrosinen & Birne. Da braucht man nicht viel zu sagen. Wer Foie Gras mag, für den ist die Version mit einem Karamel und den Port-Rosinen ein absolutes Muss. Ich hatte Foie Gras noch nie so gegessen. Meine Skepsis ist beim ersten Löffel verflogen und als ich sah wie die drei anderen seelig grinsten, gab es den Moment der vollkommenen Übereinstimmung zwischen uns vieren.

Ich beschloss, dass ich die folgenden Gänge nicht mit der Foie Gras messen würde, sondern diese Creme einzeln für sich dastehen zulassen.

Es folgte sehr kurz gepökelter & geräucherter Saibling mit Meerettich-Kartoffelpüree und swedish Pickles. Pickles waren in diesem Fall in Champagneressig und Lorbeer gekochte Schalotten und Radieschen. Lecker und eine wunderbare Beilage zu dem Saibling, dessen Konsistenz sich hergab wie streichzarte Butter. Pökeln, räuchern und bei niedriger Temperatur im Ofen ziehen lassen sind das was diesen Fisch zu einem echten Erlebnis machen.

Der 5. Gang wurde ein Gin & Tonic Granite. Lecker, Gin & Tonic eben.

Die Wirsingroulade mit Morcheln in Rotweinsoße und Baconschaum gab es als 6. Gang. Ein nicht ganz rundes Gericht, weil wir in die Füllung zu viel Chili getan haben. Bis auf die ungewollte Schärfe aber lecker, vor allem die Morchel-Rotweinsoße.

Das Highlight Nummer 2 kam für mich mit Gang Nummer 7: Kalbsfilet mit Belugalinsen & getr. Tomaten, dazu Tobinambursauce. Schlicht ein nahezu perfekter Teller. Das Kalbsfilet hatte Spitzenqualität und wurde ebenso zubereitet. Die Topinambursauce übertönte nicht, sondern gab einen leichten Begleiter ab. Ebenso zu den Belugalinsen, die in das Gericht ein bisschen feste Konsistenz gebracht haben. Lecker. Wieder kochen. Bald.

Jetzt wird es schwer. Die Dessertgänge waren nicht meine. Das ist Jammern auf hohem Niveau, aber  das erste Dessert: Rocquefordcreme mit Backpflaumenmuß und Selleriesalat passte nicht zusammen. Einzeln waren die drei Bestandteile gut, aber irgendwie hat hier die Kombination nicht gestimmt. Damit wurde ich nicht so richtig warm.

Auch der letzte Gang, bestehend aus drei Apfelvariationen: Apfelterrine, Apfelsoufflet und Apfeleis auf Krokant war nicht ganz mein Geschmack. Keine Frage, es war eine leckere Nachspeise, aber die Latte war speziell nach dem Kalbsfilet und der Foie Gras sehr hoch gelegt. Gut so. Beim nächsten mal werden wir uns dann in die Nachtische stürzen schätze ich.

Zu allen Tellern gab es eine hervorragende Weinauswahl, die sich mit fast jedem Teller wundervoll ergänzte. Zum letzten Dessert haben wir Calvados getrunken - ca. 12 Std. nachdem wir mit dem Kochen begonnen hatten. Es war nach Mitternacht.

Dank an Lutz, der den Job des Sommeliers übernommen hat, Björn für die Geduld uns an der Entstehung des Essen teilhaben und lernen zu lassen und an Paul als meinen Sparringspartner im "Große Augen Machen", wenn sich die Zutaten, die wir nachmittags gemeinsam gekocht und vorbereitet haben, zu einem leckeren Teller zusammengefügten. Es war ein fantastischer Samstag.

                 
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Essen wie es im Buche steht

Ich habe im Moment mal wieder viel zu viele Bücher zu Hause, die sich einzig und allein ums Essen drehen. Stimmt nicht ganz, es sind nicht zu viele Bücher, sondern ich habe viel zu wenig Zeit mich damit zu beschäftigen. Ich habe mit Anthony Bourdains Ein Küchenchef reist um die Welt bereits angefangen und bin bisher von seinem Stil und der Einstellung zum Essen, die er mit dem Buch vermittelt, schwer begeistert - bald schreibe ich dazu ein paar Worte mehr.

Außerdem haben sich in den vergangenen Wochen ein paar andere Bücher in meinen Besitz geschlichen:


1. Allan Bay's Ein Fest für die Sinne habe ich von meinem Freund Paul geschenkt bekommen, der selber sehr gerne und gut kocht. Er sagt es sei eine Mischung aus Kochbuch und Roman - ich bin sehr gespannt; schick aussehen tut es in jedem Fall.

2. Vor ein paar Wochen habe ich bereits eine Ausgabe von wir kochen gut von 1968 bekommen. Der Klassiker ist inzwischen in der 37. Auflage. Ich schätze ein absolutes Muss für jeden Hobbykoch. Mehr Nachschlagewerk für grundsätzliche Rezepte zum Variieren als kreatives Kochbuch.

3. Das Goethe Kochbuch habe ich mir selber vor einigen Monaten in Weimar gekauft. Mir hat ein Freund, der dort studiert hat, die Stadt und natürlich das Goethehaus gezeigt und ich empfand dieses Buch als das passende Mitbringsel aus dem kleinen Laden im Haus. Eine Mischung aus Geschichten aus der Zeit Goethes und Rezepten der meist sehr einfachen Mahlzeiten, die im 18. und 19. Jahrhundert zubereitet wurden.

4. Zu guter letzt ein wunderbares Buch über regionale Spezialitäten aus Deutschland: Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken von Sabine Herre. Jürgen Dollase schrieb über dieses Buch »... Der Leser erfährt hier gut recherchierte Details vom Hinterwälder Rind, vom Schwäbisch-Hällischen Schwein ... und von den Flußkrebsen aus der Eifel, vom Westfälischen Pumpernikel und von den Teltower Rübchen ...«

Na dann hör ich mal auf zu schreiben und fange mit dem Lesen an...

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Posted 1 month ago

So kams zum einfachen leckeren kochen - und Essen

Ich koche gerne und viel und manche Menschen haben auch schon gesagt, dass es geschmeckt hat. Ich habe da nie viel drauf gegeben, weil ich ja gerne koche und vor allem auch esse und das deshalb nie als etwas Besonderes gesehen ...das kam erst mit der Zeit. Einfach muss es sein und ich wollte nie viel Arbeit damit haben. Am einfachsten erschien mir immer das nachzukochen, was jemand schon mal gekocht hat und ich hab dann Dinge dazu getan oder weg gelassen, die ich gut oder nicht so gut fand. Am einfachsten war das mit dem Fernseher.
Bio war der erste der mir vorgekocht hat, dann kam das Kochduell mit Sante, dem lustigen runden Italiener, ein paar anderen Köchen und Hendrik Thoma, der den Wein dazu gebracht hat. Irgendwann erschienen eine Menge Fernsehköche, bis auch ich bei Jamie Oliver hängen geblieben bin. Der hat einfach gekocht, kein Schnick-Schnack gemacht und mir beigebracht, dass man mit tollen Zutaten simple Gerichte herstellen kann, die fantastisch schmecken. Darum geht es schließlich: Geschmack!
Seit ein paar Jahren koche ich nun, bin nichts lieber als Gasteber für Freunde und Bekannte und geniesse lange Abende an einem großen Tisch mit dampfenden Schüsseln voller leckerem Essen. Dazu ein paar Flaschen Wein oder Bier und der perfekte Abend ist gemacht.
Auf diesem Blog werde ich in Zukunft immer mal wieder übers Kochen schreiben und Dinge posten, die irgendwie dazu gehören. Wer Ideen hat oder Fragen oder Ideen haben will, wie man ein Gericht machen kann - fragt einfach. Wenn ich eine Antwort habe, melde ich mich oder schreibe es hier in den Blog.

cheers
paul

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Posted 6 months ago