Wildschwein mit weißem Salat

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass ich seit ein paar Wochen auf die Kombination aus Sellerie und Birne stehe. Zwangsläufig hat man dadurch auch immer wieder genau diese Zutaten als Reste übrig. Wunderbare Reste aus denen heute ein kleiner weißer Salat als Beilage zu einem ordentlichen Pfund Widschweinrücken entstanden ist.

Wildschwein_gegrillt

400 gr gegrillter Rücken vom wilden Schwein!

Den Rücken habe ich gesalzen, gepfeffert und mit einem Rosmarinzweig in der Grillpfanne von allen Seiten in Streifen gehüllt. Danach bei 100 Grad für 25 Minuten in den Ofen. Ich hab das Thermometer reingesteckt und gewartet bis es 55 Grad angezeigt hat. Ein paar Minuten unterm Handtuch ruhen lassen, schon ist es zartrosa und der Saft bleibt da wo er hingehört - ins Fleisch.

Wildschwein_mit_sellerie-birnen-salat

Der Wildschweinwurm a.k.a. das Fleischthermometer hat Spuren hinterlassen.

Für den Salat habe ich eine Birne geschält und bis zum Kerngehäuse gerieben, die doppelte Menge von einem Knollensellerie, das ganze vermengt und mit ein bisschen Salz, weißen Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl mariniert. Ein paar Walnuskerne und frisch gehackte Petersilie oben drauf und fertig. Ein unglaublich leckerer Snack, vor allem wenn man dazu (und jetzt stirbt irgendwo ein Kulinariker) richtig scharfen Senf reicht. Lasst es euch schmecken!

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Rezept: Hirschragout mit Kastanien und Selleriepüree

Hirschragout habe ich zum ersten mal so richtig lecker in Südtirol verdrückt. Seitdem bin ich ziemlicher Wildragout-Fan und inzwischen habe ich ein sehr einfaches Rezept, was man - mal abgesehen von der Garzeit - mit 30 Minuten Arbeitszeit hinbekommt. Die Garzeit liegt bei ca. 1,5 Std. so dass es sich anbietet das Ragout schon am Vorabend zuzubereiten. Aufgewärmt schmeckt es sowieso nochmal leckerer weil die Aromen dann richtig Zeit hatten sich auszubreiten. Außerdem riecht die Küche dann viel länger nach tollem Essen, was speziell im Winter bei Schmuddelwetter für warm-wohlige Atmosphäre sorgt.

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Das sind die Zutaten für 2-3 Personen:
400 gr. Hirschrücken gewürfelt
1 Glas Weisswein
750 ml Gemüsebrühe
2 Karotten gewürfelt
1 Knollensellerie (ca. 500gr) gewürfelt
1 Kartoffel gewürfelt
2 Schalotten
200gr Esskastanien
2 EL gewürfelter Speck
1 EL gehackter Rosmarin
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
1 TL Fenchelsamen im Mörser zerrieben
1 Hand voll geriebenen Parmesan
Salz, Pfeffer, Butter, Öl

Und so geht's:
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und einen Bräter mit einem ordentlichen Schuß Olivenöl auf dem Herd auf mittlere Hitze bringen. Speck, Karotten, 1/4 des Sellerie und eine Schalotte langsam darin angehen lassen. Nach ca. 10 Minuten das Fleisch, Rosmarin und die Kastanien dazugeben. Kräftig salzen und pfeffern. Wenn das Fleisch Farbe bekommen hat, den Wein aufgießen und dann die Brühe bis alles gut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Deckel auf den Bräter und für rund 1 1/2 Std. in den Ofen damit.

Jetzt ist ausreichend Zeit für das Selleriepüree: Dafür eine Schalotte, den gehackten Knoblauch, die Kartoffel und den Sellerie in einer Pfanne mit Olivenöl bei niedriger Hitze angehen lassen. Das Fenchelpulver dazugeben und nach ca. 10 Minuten mit Wasser aufgießen bis alles gut bedeckt ist und weiterköcheln lassen bis der Sellerie weich ist. Die Flüssigkeit zur Hälfte abgießen und dann alles mit dem Pürierstab gut glatt mixen. Ein paar Butterflocken und einen Schuß Olivenöl dazugeben. Mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken, fertig.

Wenn das Fleisch im Bräter fast zerfällt, den Parmesan unterheben und eine ordenliche Kelle vom Ragout in einen tiefen Teller geben. Einen Klacks vom Püree dazu und los. Ich rate dazu doppelt soviel zu machen, wie Ihr essen wollt, weil man das Ragout einfrieren kann und an kalten Wintertagen ganz schnell nochmal was leckeres auf den Tisch bekommt... Lasst es Euch schmecken!

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