Vorsätze revisited

Ich habe vor 363 Tagen 10 Dinge aufgeschrieben, die ich in 2011 sehr gerne machen wollte. Die kurze Überprüfung zeigt ein durchwachsenes aber ganz zufriedenstellendes Ergebnis.

10. Zum Königinnentag nach Amsterdam. Das hat nicht geklappt; allerdings nur, weil ich nicht andauernd unterwegs sein kann und eine Reise zu einem Freund nach Irland schon lange ausstand. Die habe ich geschafft.

9. Öfter in großen Runden essen. Was soll ich sagen: Ich glaube ich habe 2011 ausschliessliech damit zugebracht mich mit Essen zu beschäftigen und es gab unzählige Runden mit fantastischen Menschen.

8. Der Besuch in Ohio: 15 Jahre High-School Re-Union. Keine Chance; hatte mieses Timing.

7. Ich will nicht aufhören zu rauchen. Ääääh, läuft.

6. Besser Essen. Das hat so halb geklappt. Man findet mich immer noch an Curry-Wurst-Buden, Döner-Ständen und auch hin und wieder bei den beiden Fastfood-Ketten. Was immer besser klappt ist das Essen zu Hause. Es gibt kaum noch Fleisch und Fisch, von dem ich nicht weiß, dass Massentierhaltung im Spiel war. Ich kaufe so nah beim Erzeuger wie irgendwie möglich und auch in Restaurants erkundige ich mich deutlich öfter nach der Herkunft. Es gibt Luft nach oben, aber der Weg ist der richtige. Das führt zu deutlich besserem Essen.

5. Ich will nicht mehr Sport machen. Hat geklappt. Allerdings habe ich viel weniger gemacht, als die vergangenen Jahre. Bin ich nicht stolz drauf – nur meine Waage, die freut sich über den Fortschritt.

4. Eigene Veranstaltungen organisieren mit Kochen und Menschen und… Dank Björn und Paule gibt es uns drei nun als RollinRestaurant. Das ist sicher eines der großartigsten Abenteuer, die ich in meinem Leben machen darf. Wir organisieren Abende, an denen 40 Menschen zusammenkommen, Essen und Getränke geniessen, sich austauschen und dankbare Gäste sind. Die Atmosphäre war bisher immer fantastisch und wir lieben uns er kleines Baby sehr.

Unser Freund Michael hat in einem Beitrag mal einen Slogan für unser kleines Restaurant kreiert, was die Idee auf den Punkt bringt:  

„Come to place you don’t know, to eat food you haven’t ordered with people you have never seen before.“

Kommt vorbei, es macht einen Riesenspaß!

3. Ich will erstmal nicht mehr nach Asien verreisen. Irland, Österreich, Italien, Allgäu. Europa ist schön und hat eine Menge zu bieten: Austern in Irland, süffiges Bier auf dem Berg in Österreich, ein unvergessliches Foodcamp in Italien und einen neuen Lieferanten für Käse habe ich seit ein paar Tagen auch – dank einem Kurztrip ins Allgäu.

2. Zum Foodcamp in Cilento. DAS WAR SENSATIONELL – alles zum Foodcamp findet Ihr gesammelt bei Don Floriano. Danke an den Bus (siehe Bild oben), der uns über 3.000 km durch Deutschland, Österreich und Italien gebracht hat und Danke an Trufa-Flo, den ich jedem Menschen als Reisebegleiter empfehle. Der Kerl fährt einige hundert km mit einem quer durch Italien, weil man sein Steak bei einem ganz bestimmten Metzger kaufen will. Unbezahlbar! Als wir da waren, wusste er warum…

1. Drei von den genannten Dingen tatsächlich hinbekommen, ich wäre begeistert. Ich bin begeistert. Das Jahr hat viel mehr geboten, als ich erwartet hatte. Eine Freundin fragte gestern auf Facebook: „if you had to describe 2011 in one word, what would it be? and in one word, what is your wish for 2012?“

Meine Antwort: „sensational, continue.“

 

Ein paar Eindrücke:

Fruhstuck_in_sienna

Sehr frühes Frühstück auf dem Piazza del Campo.

Austern_satt

Austern und Guinness in Galway.

Squid fischen südlich der Amalfiküste

Uber_den_wolken

Über den Wolken bei Kufstein.

Dario_cecchini

In den heiligen Hallen von Dario Cecchini.

Danke Männer, dank euch gibt es das RollinRestaurant.

Dieses Jahr gibt es auch eine ganze Reihe an Themen auf die ich Lust habe, aber ich spare mir den Ausblick fürs Erste. Ich muss noch ein bisschen sortieren und vielleicht schreibe ich die Dinge dann auch hier nieder. Der Dank gilt für die kommenden Wochen den Menschen, die das Jahr 2011 für mich so großartig gemacht haben.

 

  1. Ute Vogel

    Januar 3rd, 2012 // Reply
  2. Mia

    tolle fotos &impressionen

    Januar 3rd, 2012 // Reply
  3. isbntextbooks

    Januar 4th, 2012 // Reply
  4. Andi

    Na das mit dem besser essen hab ich mir auch vorgenommen. Ab und zu junk-food darf mal sein, nein muß sein, bin ja kein Asket. Ansonsten werd ich etappenweise alles angehen, erster Monat: Weniger Fleisch, dann kommt ab dem 2. Monat weniger Zucker dazu, etc.Alles auf einmal ist zu krass.

    Januar 5th, 2012 // Reply
  5. Paul Fritze

    Danke Mia. Andi: Guter Ansatz. Komplett von heute auf morgen kann man sein Essverhalten nicht umkrempeln. Etappenweise geht das ganz gut. Viel Erfolg

    Januar 14th, 2012 // Reply

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